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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Frapolli von Neuem als Generalstabschef Garibaldis bestätigte, ihnmit sofortiger Uebernahme dieses Postens beauftragte, um den„sieur“ Bordone auszumerzen, „dessen gerichtliche Vorgänge undFührung sich nicht mit der Eigenschaft eines Vertreters derfranzösischen Regierung vereinigen Hessen.“ Aber beim Eintreffender beiden Herren zur Uebernahme ihrer Stellen verweigerte sieihnen Garibaldi und wusste es durch Drohung mit Stellung derKabinetsfrage durchzusetzen, dass Bordone als Generalstabschefbelassen wurde.

Nun hatte dieser gewonnen: Garibaldi gegenüber sass er festim Sattel; „jener kannte seinen Bordone gut: 1 ) zu lebhaftesBlut, verletzende Worte, schroffer Charakter .... Aber Bordonewar kühn, thätig, noch jung. Er hatte eine eiserne Faust. Ersprach ebenso gut italienisch, wie französisch.“ Garibaldi hielt ihnfür seinen ergebensten, aufrichtigsten Freund, der ihn von Capreraherübergeholt hatte und der, was bei ihm viel galt, sein Lebelangfür seine republikanischen Ansichten hatte'leiden müssen. Auf dieserguten Meinung fussend, vermochte Bordone bald Alles bei seinemOberfeldherrn durchzusetzeu. „In Autun“, beliebet Perrot demparlamentarischen Ausschuss, 2 ) „war es nicht die Regierung derVolksvertheidigung, welche über Garibaldis Heer verfügte, auchnicht der Delegirte des Minsters, nicht einmal der General, den manan die Spitze dieses Heeres gestellt hatte, sondern vielmehr einePersönlichkeit, die sich die Lage mit Verwegenheit (audace) dienst-bar machte, die Schwäche des Generals ausnutzte und es dahinbrachte, dass er ihm unentbehrlich wurde und dass der Kriegs-Minister mit den anmassendsten Forderungen rechnen musste.“„Bordone,“ sagt Graf Segur, 3 ) „hielt allein durch seinen Titel einesGünstlings Garibaldis die französische Regierung in Schach undjagte die vom Kriegs-Minister ernannten Offiziere davon.“ Ja, er setztees durch, dass, wie Freyciuet aussagte, „um Garibaldi Genugtuungzu geben, wir gezwungen wurden, Bordone zu einem Grad (einesBrigade-Generals) zu ernennen, welcher ihm nur für die Dauer desKrieges übertragen wurde; es war dies ein Mittel, um den grösst-möglichen Vortheil aus diesem Werkzeug zu erzielen;“ 4 ) übri-gens eine Ernennung, die in der französischen Armee sehr bösesBlut machte.

Bordone wurde in der That unentbehrlich. Um dies zu be-weisen und dadurch die Regierung zum Nachgeben gegen seineselbstsüchtigen und ehrgeizigen Anforderungen zu zwingen, scheute

!) Dor. 111. — 2) Per. 124. - 3) Seg. 146. - 4 ) Per. II. 168.