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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Seite erhalten und Letzterer hatte sie bei seiner Ankunft in Toursfür Bordone ausbedungen, wofür dieser in seiuexn Buche gegenSögur ') den Wortlaut seiner Ernennung zu dieser Stellung bei-bringt : sie erfolgte durch kriegsministeriellen Erlass vom 13. Oktober,auf Befehl des Ministers von Colonel de Loverdo unterzeichnet.Diese Ernennung scheint ohne Wissen Gambettas vollzogen wordenzu sein; er hatte für die Stelluug, theils um der augenscheinlichenkörperlichen Unfähigkeit des Oberbefehlshabers abzuhelfen, theilsum den umstürzlerischen Bestrebungen des garibaidinischen An-hanges ein Gegengewicht zu bieten, den ehemaligen piemonte-sischen Kriegs-Minister, Oberst Frapolli in Aussicht genommenund aus gleichen Gründen einen Herrn de Baillehache zumArmee-Intendanten, beide durch Erlass vom 16. Oktober 2 ),ernannt. Nach Bordones Aussage vom 14. Januar 1873 vordem Untersuchungs -Ausschuss 3 ) hätte er anfangs die Absichtgehabt, Frapolli zu weichen, um ein ihm mehr zusagendes Truppen-Kommando zu erhalten; bis zu des Letzteren Ankunft in Döle am23. Oktober hätte er stellvertretend die Geschäfte als General-stabsehef geführt. Binnen wenigen Tagen hätte sich aber Frapollifür diese Stellung so wenig befähigt gezeigt, dass Garibaldi ihnbat, sie niederzulegen. Da nun Bordone glaubte, sie als An-erkennung für seine Verdienste, Garibaldi für Frankreich gewonnenzu haben, für sich in Anspruch nehmen zu dürfen, ergriff er vonihr, dem Grundsätze „beati possidentes“ folgend, ohne WeiteresBesitz. Nach Dormoy 4 ) war Frapolli „Grossmeister der italienischenFreimaurerei, im Uebrigen ein Mann ohne politische Farbe. Dadieser Greis im weissen Haar, der eine achtungswertbe Personwar, niemals kriegerisch thätig gewesen,“ so war es erklärlich,dass Garibaldi ihm Bordone vorzog. Auch von Baillehache wollteer nichts wissen; man kann ihm dies nicht verdenken, wenn manerwägt, dass dieser von sich selbst vor dem Untersuchungs-Aus-schuss ausgesagt hat: 5 ) „Meine persönlichen Ansichten führtenmich nicht dazu hin, in dieser Armee zu dienen; ich hätte lieberunter Charette gestanden,“ und ferner: „Tch hatte meine Stellungmehr angenommen, um das Ueberschäumen der politischen Leiden-schaften zu verhindern, als um Garibaldis Intendant zu sein.“

Als Frapolli und Baillehache sich über Garibaldis Verfahrenbei Gambetta zu Tours beschwerten, gerieth dieser in hellen Zornund schrieb persönlich einen Erlass vom 15. November, worin er

D Bo. M. 43. — 2 ) Seg. 144. - 3 ) Ebd. 255. — 4 ) Dor. 111. -*) E. p. VI. 326.