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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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done rührte sich nicht. Als nun Freycinet sich in der Nachtzum 4. unmittelbar an Garibaldi wandte und ihn wiederholt zumMarsch nach Dijon auffordertc, schrieb ihm Gauekler, da der Ober-befehlshaber nach dieser Stadt gefahren war, folgende Depesche : v j

„Autun, den 4. Januar 1871.

.... „General Initiative verloren; sucht Vorwände fürUnthätigkeit; Einsicht verdunkelt. Bordoiie unter Vorwandeiner Sendung ferngehalten. Zahlreiche Aergernisse ; Italienerbetrachten sich wie in erobertem Lande; Zeitungsberichteaus Lyon übertrieben, aber Grund wahr. — Muss endlichBefehl Vogesenarmee an Crem er oder anderen Tüchtigen ge-geben werden. Das ist traurig.“

In der Nacht zum 5. hielt es Bordone endlich an der Zeit,nach Autun zurückzukehren. Dem Kriegs-Ministerium gegenübersuchte er sich herauszureden und Missverständnisse nachzuweisen,bestand aber auf der Sendung eines Bevollmächtigten, um Gerechtig-keit walten zu lassen und über die Entlassungsgesuche zu ent-scheiden. 2 ) Darauf versprach ihm Freycinet am 6., de Serreszu senden.

Gambetta fühlte sich durch Gaucklers Depesche an Freycinetbeunruhigt und verlangte von Ersterem nähere Aufschlüsse. Diesegab Gauckler am 6. in folgender Depesche: s )

„Garibaldi hat einen Anfall von gichtischem Rheumatismusgehabt, der sein Leben gefährdete; er kann nicht mehr gehen;seine Fähigkeiten scheinen geschwächt, seine Unternehmungslust ver-schwunden ; er ist in seiner italienischen Umgebung Händen, dierecht wenig taugt, namentlich sein Schwiegersohn und Lobbia,Sous-Chef des Stabes, wenig vortheilhaft durch die italienischeTabaksgeschichte bekannt Wenn Bordone nicht da ist, begeht dieseUmgebung in Garibaldis Namen Dummheiten und Scheusslichkeiten,welche das Heer zerrütten und entsittlichen. Es scheint, als obder Vorsatz bestände, nichts zu thun. Dank den Lobbia ertheiltenBlanketten und Vollmachten legt er sich Ernennungsrechte bei undbegeht Schwindeleien, die im Publikum Aergemiss erregen. DieFranzosen möchten gern kämpfen und fühlen sich erniedrigt, dasssie unfähige und unredliche italienische Vorgesetzte haben. Bordonehat grosse Mühe, Massenabdankungen zu verhindern, und wirdGaribaldis Namen kaum vor einem Flecken, der auf die Republikzurückfallen wird, schützen können. Es würde zu weit führen,

!) Per. II. 629. — 2 ) Ebd. 632 No. 7157. — 3) Ebd. 638.