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•spiel, verbringend und den Eindruck machend, als ob er sichimmer tief gelangweilt fiiblte. „Seine Obliegenheiten führte er etwa,wie ein Schüler aus, dem man eine Aufgabe ertheilt, und er beeiltesich immer, die Sorgen der Befehlsführung bald los zu werden.“Nach dem Zeugniss des Eisenbahn-Inspektors de la Taille zuAutun zeigte Menotti stets grosse Thatkraft, wenn es galt, Aus-schreitungen zu verhindern. 4 )
Sowohl körperlich, wie dem Wesen nach war sein erst dreiund-zwanzigjähriger 2 ) Bruder Ricciotti, ein natürlicher, aber anerkannterSohn Garibaldis, das vollkommene Gegentheil. Nach Cremer-Poullet 3 ) lebhaft, feurig, waghalsig, reizten ihn die abenteuerlichstenUnternehmungen unwiderstehlich, und sein Vater verwendete ihnwiederholt und gern zu weit ausgedehnten, gefahrvollen, wichtigenAufträgen, bei denen es auf eigenen Antrieb und persönlicheThätigkeit ankam. Körperlich wird er als von hoher Gestaltgeschildert 4 ), mit angenehmem Gesicht, einem offenen, freien, Jedemgefallenden Blick in dem grossen schwarzen Auge, aus dem ingleichem Masse Thatkraft wie Milde strahlten — eine hervorragende,stattliche, schöne Erscheinung, welche durch ein leichtes Hinkenin Folge einer Verwundung bei Mentana nicht beeinträchtigt wurde.Denn trotz seiner Jugend hatte er, meist an der Seite seines Vaters,schon manchen Kriegszug in Tirol, Calabrien, Rom und Griechen-land mitgemacht, Vorschulen für die ihm in Frankreich obliegendeThätigkeit im kleinen Kriege. Sein Ordonnanz-Offizier und stell-vertretender Stabschef Thiebault sagt, sein männliches Gesicht habeeine tiefe, in der Schule der Gefahr erworbene Erfahrung ab-gespiegelt.
Ricciotti übernahm die aus 8 Franktireur-Kompagnien be-stehenden Anfänge der 4. Brigade zu Döle kurz nach der Abfahrtder Hauptkräfte der Vogesenarmee nach Autun. „Es war nichtsicher,“ sagt Madame White-Mario B ), „ob die an Unabhängigkeit imHandeln gewöhnten Kompagnien damit einverstanden waren, vereintunter dem Befehl eines so jungen Mannes und eines noch dazuausländischen Oberhauptes zu wirken. Wenige hatten Vertrauenzu dem Versuch; ich aber beobachtete schon am Ende des erstenTages den ausserordentlichen Ernst, mit welchem Ricciotti in un-zertrennlichem Zusammenleben mit seinen Offizieren bei ihnen jeneAchtung und Ergebenheit erlangte, die ohne anderes Vorrecht aus-schliesslich von seinem Vater her sich übertrug.“ Thiebault rühmt
M Per. H. 302. — 2 ) Th. 35; nach T. 14 zählte er 25 Jahre. —
3) C. P. 79. - h Th. 35, T. 14. - 6 ; W. M. 181.