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Dijon zu viele befehligten und dass Pellissiers Truppen nicht imStande wären, ohne die Vogesenarmee die Stadt zu vertheidigen,während dieser General das Gegentheil behauptete, sobald er nachAnkunft der ihm versprochenen 24 gezogenen Zwölfpfünder nichtmehr auf die Artillerie Garibaldis zu diesem Zwecke zu rechnenbrauchte. Bordone wandte sich mm brieflich an Freycinet, umPellissier unmöglich zu machen, erhielt aber von jenem eine sehrderbe Abweisung, auf welche wir später noch eingehend zurück-kommen werden Seine ewigen Quängeleien wäi'en nur Vorwände,um seine Unthätigkeit zu rechtfertigen. Aber trotz Freycinets Un-willen erreichte in den nächsten Tagen das Missverhältniss zwischenBordone und Pellissier den höchsten Grad, was schliesslich dahinführte, dass Letzterer dem Anderen weichen musste.
Der Präfekt des Departements Saöne-et-Loire Morin hatteGambetta für die Stelle eines Oberbefehlshabers über sämmtlicheMobilisirten Pellissier warm empfohlen und ihn als sehr geachtet,gewissenhaft, aufgeklärt und methodisch, aber wenig geneigt zurUebernahme des Kommandos geschildert. 2 ) Die meisten Zeugnisseüber ihn als Truppenführer lauten ungünstig. Garnier, 3 )kein Freund Garibaldis, empfing von Pellissier den Eindruck, dasser ebenso wenig seiner selbst wie seiner Truppen und seiner Lage sichergewesen wäre; wenngleich er im Uebrigen vortreffliche Eigenschaftengehabt hätte, so schien er doch nicht das Zeug gehabt zu haben,um ein Heer zu führen, welches um so mehr Thätigkeit, Kraftund militärische Kenntnisse erforderte, je weniger er selbst erfahrenund an das Soldatenleben gewöhnt wäre. Colonel Keynaud 4 )schildert ihn als einen Mann, der sich für den Kriegs-Ministerhielt und immer eine Miene aufsteckte, als wenn er von der Arbeitüberwältigt wäre. Er hält ihn für völlig unfähig, Mannszucht beiden Mobilisirten zu erzeugen und zu erhalten; 20 Tage lang hätteer sich damit begnügt, täglich in den Strassen einen Appell abhaltenzu lassen, zu dem kaum Jemand zu erscheinen pflegte. Den ganzenTag hätte sich die Truppe auf den Strassen und öffentlichen Plätzen,die Offiziere in den Kaffeehäusern umhergetrieben. Der UnterpräfektCoti von Chälon berichtete über Pellissier: „Es scheint mir, alsob ihm alle Eigenschaften fehlen, welche für einen guten Ober-befehlshaber unumgänglich nothwendig sind. Er wird sich bravtödten lassen, aber ich halte ihn für unfähig, die Elemente für
i) Pellissiers Aussage vor dem Untersuchungsausschuss E. p. III508. — 2 ) Ebd. IV 507 No. 578. — 3 ) Ga. 190. — 4 ) Per. II 391.