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Gemeaux und Lux. Selongey von 3 bis 4000 Preussen besetzt;Streifen zu Fontaine Frangaise; preussische Heersäule im Marschauf Chanceaux und Lamargelle. Kicciotti, der vorgestern in Is surTille stand, ist heute Abend nach Dijon zurückgekehrt, wo sichseit zehn Tagen Garibaldi und Menotti befinden.“ Diese Meldungist selbst in allen Einzelheiten, ausser der Truppenstärke in Is,durchaus richtig. Die Deutschen befanden sich mit zwei Armee-korps nördlich, zum Theil schon nordöstlich von Dijon, und Garibaldimachte keinen Versuch, sie aufzuhalteD, ihren Marsch zu verzögern.Die garibaldinische 2. Brigade wurde am 16. von preussischenStreifen bei Chassigny auf dem Marsche von Champlitte nach Langresgetroffen. Ohne es zu ahnen, war Lobbia zwischen die Spitzender preussischen Marschkolonnen gerathen; um nicht von ihnenerdrückt zu werden, bedurfte es eines anstrengenden Nachtmarsches,der ihn der drohenden Umklammerung entzog.
Schon im Laufe des Morgens war dem Kommandanten vonLangres die Nachricht zugegangeD, dass die Brigade Lobbiain Begleitung eines Munitions- und Kriegsfeuerwerks-Transports,vom Feinde verfolgt, im Anmarsch auf die Festung auf einem nichtnäher angegebenen Wege begriffen wäre. Dem Kommandanten warder Munitions-Transport wichtig. Da die eigentlichen Strassen nachDijon in gegnerischer Gewalt waren, so konnte Lobbia nur auf demVerbindungswege von Champlitte über Chalindrey kommen. Zaseiner Aufnahme liess General Meyere durch Commandant Dessoffyde Czernek mit 5 Mobilgarden-Kompagnien Chalindrey nebst Bahn-hof besetzen, wo Letzterer mit Einbruch der Nacht ankam underfuhr, dass die nur 3 km entfernten Höhen von Cognelot, dieDörfer Pailly und Noidant, sowie die Eisenbahn bei Violot im Besitzdes Feindes wären. Die zur Erkundung vorgeschickten Bauernbrachten die Nachricht, dass Lobbia die Strasse nach Champlitteunterbrochen gefunden und sich deshalb in das Salonthal geworfenhabe, um über Bussieres aufCorgirnon einzulenken. Dorthin entsandteDessoffy den Lieutenant Freresjacques zur weiteren Einziehung von Er-kundigungen und telegraphirte der Kommandantur seine Befürchtungbei Tagesanbruch angegriffen zu werden, worauf Meyere noch in derNacht 2 Kompagnien zu seiner Unterstützung über Balesmes vorrückenliess. Um 3 V. traf Lobbia, nachdem bei Bussieres seine Queuevon den Preussen abgescbnitten worden war, in Corgirnon ein, liessaber um 4 Uhr, da der Feind seine Wagen und Bedeckung nochimmer verfolgte, trotz der Erschöpfung seiner Leute die Wagenauf Dessoffys Veranlassung wieder anspannen, um den Marsch noch