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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Richtung vorgehen wollte, ja, er lief Gefahr, von Dijon abgedrängtzu werden. Er beschloss jedoch, zunächst über dem ihm auchgemeldeten Marsch des Gegners auf Grancey sich Klarheit zuverschaffen und rückte am 13. nach Avot le Grand. Dieser Abmarschveranlasste den Bürgermeister von Aignay zu dem sonderbarenAusspruch gegen seinen Amtsgenossen zu Echavois: „Ich fühlemich mehr denn je versucht zu glauben, dass es sich Garibaldizur Aufgabe gemacht hat, den Preussen das Geleit zu geben(convoyer).“ ') In Avot hörte Ricciotti, dass am Abend die erstenpreussischen Husaren in Grancey eingerückt wären. Nun begab«r sich am 14., nachdem er in der Nähe des Orts die im Marschauf Fontaine Frai^aise befindliche Brigade Lobbia gekreuzt, nachdem zur Beobachtung günstig gelegenen Strassenkuoten Is surTille. Auf die Nachricht, dass erst die äussersten preussischenSpitzen bis Selongey gelangt wären, daher für die kommende Nachtkein Ueberfall zu befürchten war, fuhr Ricciotti nach Dijon, umseinem Vater persönlich über die eingezogenen Erkundungen zuberichten. Nach Thidbault 2 ), seinem ihn begleitenden, stellvertretendenStabschef, war Garibaldi bereits von allen Bewegungen des Feindes,der Stärke und Zusammensetzung seiner Streitkräfte und dem Namenihres Oberbefehlshabers unterrichtet. 8 ) Ricciottis nähere Aus-führungen hätten ihn nur in seinem Entschluss bestärkt, in Dijonstehen zu bleiben und den Angriff des Gegners zu erwarten; erwäre überzeugt gewesen, dass die über Vitteaux, Flavigny undSt. Seine vorgehenden Truppensäulen, sowie die von Recey über Granceyund Selongey nach Is sur Tille marschirende nach Dijon bestimmtwären, während der auf Mirebeau vorrückende Rest des ManteuffelschenHeeres auf die — wie Garibaldi „offiziös“ zu wissen behauptete 4 ) —von Bourbaki zu seiner Deckung zurückgelassenen (? A. d. V.)Divisionen Cremers und Bressolles’ stossen würde. Die Vogesen-armee zu theilen, um sie getrennt den vier anrückenden Marsch-säulen vorzulegen, hiesse sie vernichten. Mit ihr ungetheilt gegendie Rückzugslinie des Feindes, falls er auf Döle marschirensollte, vorzugehen, konnte ihr binnen 24 Stunden die ganzeManteuffelsche Armee auf den Hals ziehen und gab dieser dieDepartements Cöte d’Or und Saöne - et- Loire und zugleich dieRückzugslinie der Vogesenarmee preis, besiegelte also deren Ver-

') Mi. 156. — 2 ) T. 78 und 79. — 3 ) Einerseits durch RicciottisBotschaft vom 13., andererseits wahrscheinlich durch einen am nämlichenTage von Major Oastellazzi aus Grancey geschriebenen und vonLieutenant Ordinaire überbrachten Brief. (E. p. VI 331). — 4 ) Ein^offizieller 11 Verkehr zwischen ihm und Bourbaki bestand bekanntlich nicht.