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starken 1 ) Mauern, die von losen, aus den Laufgräben gewonnenenSteinen aufgeführt waren, herzustellen; hier und da hatte manSchiesslöcher für Gewehrfeuer offen gelassen; 2 ) ja selbst die Wangender Schiessscharten waren mit Steinen bekleidet. Im Falle einerBeschiessung würden die umherfliegenden Steinsplitter mehr Schadenals die feindlichen Geschosse angerichtet haben. Ausserdem warendiese Mauern so wenig widerstandsfähig, dass ein kräftiger Manumit einem Stosse bequem eine gute Strecke umstossen konnte. 3 )Pellissier liess, als er dies sah, durch Chenot 25 bis 30 000 Erd-säcke zur Bekleidung der Schiessscharten und der äusseren Brustwehr-böschung hinaufschaffen. 4 )
Da die Gemeinde Dijon eine Summe von 20000 frs. fürArbeitslöhne verlangte, musste Chenot einen Kostenanschlag auf-steilen, auf Grund dessen Pellissier als erste Abschlagszahlung dieumgehende Anweisung von 100 000 frs. vom Kriegs - Ministeriumforderte. 5 )
In Folge der in der Nacht zum 2. Januar durch die Meldungvom Anmarsch Zastrows auf Dijon entstandenen Aufregung entliehder General aus der Festung Auxonne zwei Feldvierpfüuder, welcheer auf Talant auffahren liess. 6 )
Als Garibaldi am 7. Januar zu Dijon eingetroffen war, begaber sich zu Wagen, wie Bordone erzählt, von diesem und einemPräfektur - Sekretär begleitet, am Nachmittag sofort nach Talant,gefolgt von den Genie - Hauptleuten Arvenjaz und Sartorio.Garibaldi glaubte oben von den Deutschen angelegte Befestigungenzu finden und war sehr erstaunt über die Mangelhaftigkeitder hier auf Veranlassung Chenots ausgeführten Arbeiten, welchenübrigens Bordone ausdrücklich als nicht dafür verantwortlicherklärt. 7 ) Garibaldi ordnete deren sofortige Einstellung an. Am8. besichtigte er die Höhen des Mont Afrique und von Corcelles,wo er auf deutsche Befestigungen traf, ferner die Höhen vonBel Air und Montmusard. Bordone theilte Freycinet sogleichdas klägliche Ergebniss der Besichtigung mit, erklärte den General(Pellissier) und den Genie-Kommandanten ihren Aufgaben nichtfür gewachsen, verlangte scharfe Abgrenzungen der Vollmachtenzwischen den einzelnen Befehlshabern und hielt sich für im Stande,Dijon gegen einen Handstreich zu sichern. 8 ) Darauf wurde am8. seitens des Kriegs-Ministeriums Garibaldi, wie bereits frühererwähnt, der Oberbefehl über die Vertheidigung von Dijon, ein-
i) Ga. 199. — 2 ) Ebd. - ») Ebd. - *) Pel. 77 und 78. - 6 ) Ebd. 78.
«j Ebd. 79. — 7 ) Bo. 209. — s ) Per. II G48 No. 7407.