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Batterieanlage von Erdsäcken, zur Wirkung auf die vorbezeichnetenPunkte des Vorgeländes mit Ausnahme der Strassen von Langresund Is. An der Nordwestecke derselben Umfassung (des Schlosses?A. d. V.) konnte ein sechstes Geschütz auf Hauteville oder aufdie Meierei von Pouilly schiessen. *) Ausserhalb der Schloss-umfassung, aber in deren Nähe, ein wenig rückwärts der Kirche,standen hinter Mauern aus losen Steinen 6 Berggeschütze, * 2 ) welchenur die Pariser Strasse zu bestreichen vermochten. 3 )
Die Strasse nach St. Seine war da, wo sie auf den Höhenzugvon Daix hinaufführt und halbwegs zwischen Dijon und Talant durchVerrammelungen gesperrt.
Garnier 4 ) betrachtete es als einen Fehler, der sich späterbitter rächte, dass die Talant und Fontaine gegenüberliegende Hoch-fläche von Hauteville, welche bei den Buttes Chaumont erstereStellungen um 30 bis 90 m überhöhte, nicht mit in die Vertheidigunghineingezogen worden w'äre: man hätte sonst die in den Tagen des21. und 22. Januar durch die preussischen dort aufgefahrenenBatterien erlittenen schweren Verluste und die Nothwendigkeit, siestürmender Hand anzugreifen, vermieden. Auch Mignard ist dieserAnsicht. Es fragt sicli aber, ob dadurch nicht einerseits die Aus-dehnung der Vertheidigungslinie unverhältnissmässig vergrössertund die vorgeschobene Stellung durch Umgehung von der Strassevon Plombieres aus nicht ausserordentlich gefährdet gewesen wäre.
Die Ergänzung zu der Stellung Talant-Fontaine bildete der2 200 m nördlich Dijon gelegene Mont Chapet (280 m) in sofern,■als er Fontaine flankirte und die Ostabhänge des Berglandes, dieNiederung des Suzonbaches und die Strassen nach Langres und1s sur Tille beherrschte; deshalb war hier ein halbkreisförmigesWerk mit nicht tiefem Graben angelegt und mit 2, von der 2. Bat-terie Mobilisös de Maine-et-Loire bedienten, schweren gezogenenZwölfpfündern 5 ) bewaffnet, welche jedoch erst am 22. zur Flan-kirung von Fontaine 6 ) und am 23. in der ßichtuug auf Pouilly in
0 Dieses Geschütz hat in der That am 23. allein auf Pouillygefeuert. — 2 ) Nach C. 03 vor- und rückwärts der Kirche (5 Berghaubitzen,nach Ga. 312 zwischen Kirche und Schloss 2, östlich der Kirche ebenfalls
2 Berggeschütze. — a ) Coynart erzählt hierbei, dass ein Bewohner von
Fontaine, ein sehr kluger, mit militärischem Instinkt begabter Mann, eine
vollständige Entfernungsübersicht zwischen den französischen Batterien
und den hauptsächlichsten Punkten, welche der Feind voraussichtlich
besetzen musste und in der That besetzte, auf Grundlage der Karte von1: 80 000 angefertigt und den Artillerie-Offizieren zu Fontaine übergebenhätte, eine Arbeit, die sich als höchst werthvoll bewährte, aber bei Gari-baldi keine Anerkennung fand, weil der Verfertiger das geistliche Gewandtrug. (C. 61.) — <*) Ga. 199 und 243. — 6 ) M. 3. — e ) Ebd. 5.