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Nordwestseite befand sich ausserdem eine kleine, mit Planken ver-sehene Flesche und auf dem äussersten Nordende eine Brustwehrmit neun Scharten. Die für diese Werke erforderliche Artilleriewar zum grössten Theil zur Stelle gebracht. 4 ) „Diese Stellungenwaren so stark, dass man sich in ihnen lange gegen ein Heerhalten konnte; sie sollten, da sie beiderseits das Ouche-, wie dasSaönethal beherrschten, der etwa bei Dijon geschlagenen ArmeeGaribaldis als Aufnahmestellung dienen.“ 2 ) Bei den Anlagen südlichder Stadt waren die von den Deutschen nach der ersten Einnahmeangelegten Verschanzungen zum Theil mit benutzt worden 8 )
Hinter der beschriebenen äusseren Vertheidigungslinie warendie Vorstädte derartig zur Vertheidigung eingerichtet worden, dassdie Stadt eine Art verschanzten Lagers von beträchtlicher Wehr-kraft bildete. 4 )
Ueberblickt man im Zusammenhang die im Vorstehendenaufgeführte Geschützzahl, so zählte Garnier 26 Vier-, 20 Zwölf-und 4 Gebirgs-Vierpfünder auf, ausserdem erwähnte er 5 ) eine amMorgen des 23. Januar eingetroffene und bei St. Apollinaire zurVerwendung gekommene Batterie von 6 Zwölfpfündern, zusammen56 Geschütze. Coynart führt die Aufstellung von 12 Vier-, 10 Zwölf-,6 Berg-Vierpfündern und 12 Geschützen ohne Angabe des Kalibers,zusammen 40 Geschützen, auf; Mignard 30 Vier-, 18 Zwölf- und6 Berg-Vierpfünder, zusammen 54 Geschütze. Dormoy 6 ) giebt dieGesammtzahl der aufgestellten Geschütze auf 36 an, von denen18 nnr bis auf 2000 m schossen; diesen wären nach und nach,aber erst während und nach der Schlacht noch 56 andere hinzu-gefügt worden. Bei allen diesen Angaben dürfte der grösste Theilder während der Gefechte als ambulante Feld-Batterien verwendetenGebirgs-Artillerie ausser Berechnung geblieben sein. Lehautcourt 7 )berechnet 4 ) 52 Feld- Geschütze.
Nach der diesseits aufgestellten „Heeres-Ordnung“ 8 ) befandensich in Dijon am 21. Januar 18 Feld - Vier-, 18 Feld - Zwölf-,12 schwere Zwölf- und 30 Gebirgs-Vierpfünder, dazu traten 2 durchPellissier aus Auxonne entliehene Feld-Vierpfünder, zusammen80 Geschütze, welche am 23. früh durch die oben von Garnier er-wähnten 6 Zwölfpfünder (vielleicht von der 5. baiterie ä pied desCapitaine Lamy bedient) und am Nachmittage durch 2 neu ein-
0 C. 66; nach Ga. 312 auf La Motte Giron 2 Zwölf- und ß Vier-pfünder, „vers Corcelles-les-Monts“ l?) 2 Zwölfplünder; auf dem PlaneBordones sind an der Nordwest- und Westkante der südwestlich Corcellesliegenden Hochfläche des Mont Atrique (584 m) Schützengräben angegeben.— 2 ) Bo. 340. — 3 ) Kr. A. III. D. f. 12. Seite 91. — 4 i L. H. 130. — 5 ) Ga.263. — e ) Dor. 308. —• 7 ) L. H. 130. — 8 ) Seite 47 und 77.