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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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brach, nachdem der Feind durch deren Feuer erschüttert schien, unterHurrahruf mit gefälltem Bajonnet aus dem Waldsaum vor. Durchdas voraufgegangene Schnellfeuer war die Hälfte der Mannschaft ausserGefecht gesetzt worden, 1 ) der Rest wandte sich, ohne weiteren Wider-stand zu leisten, zur Flucht. 2 ) Von hohem Muthe beseelt und gernmit der eigenen Person eintretend, erkannte Bosak, dass jetztAlles darauf ankam, den Geist seiner Truppen wieder zu festigen; kaum200 Mann waren noch zur Stelle: alles andere hatte sich zerstreut; 3 )er hatte Freiwillige vorgerufen und riss sie mit sich vorwärts; mitseinem Ehrensäbel 4 ) in der Faust sprengte er, von seinem Stabeund einer Hand voll Leute gefolgt, wagehalsig in die preussischenMusketiere hinein. Es kam zum Handgemenge. Bosak soll dabeizwei Gegner mit dem Revolver getödtet haben; 5 * ) da empfing erselbst durch eine, auf ihn und seine Begleitung auf 20 Schrittabgegebene Salve, nahe der Chhne d’observe (479 m) etwa 20 Schrittvon der grossen Strasse, den tödt-lichen Schuss mitten in die Brust.Der General versuchte aufzuspringen und den Strassengraben zugewinnen, aber die Kräfte verliessen ihn und er sank todt in denSchnee zurück. G ) Mit dem Tapferen fiel sein Stabschef Wichard,mit Wunden bedeckt, viele Offiziere seines Gefolgesund 40 Mann. 7 )

4 ) Gr. 835. — ü) H. 167. — 8 ) Ber. d’Angles in Gr. 835. -

4 ) Unteroffizier Regitz der 4./01, jetzt Gastwirth im Dorfe Hocker

bei Thorn, nahm den Ehrensäbel des gefallenen Generals an sich nud trugihn an Stelle seines im Gefecht verlorenen Seitengewehrs während desFeldzuges. Als sich nach dem Friedensschluss Bosaks Wittwe beim Re-giment nach dem Verbleib einiger dem General gehöriger Gegenständeerkundigte, wurde bei Regitz angefragt, ob er den Ehrensäbel gegen1000 Frs. Entschädigung herausgeben wollte. Unter Ablehnung derselbentiberliess er ihn der Gräfin, welche ihm als Dank eine Zigarrentascheübersandte, die auf der einen Seite die Photographie des Gefallenen, aufder andern die "Widmung trug: „Dem Unteroffizier Regitz vom 61. Re-giment in Dankbarkeit Gräfin Marie Bosak-Hauke.“ — °) Ja. II. 161.

LdE. B. 44. Oapitaine d’Ardenne erhob ihn in seine Arme, aber alleMühe war umsonst, der Tod war sofort eingetreten. (Lettres dun

Aumönier militaire. p. 22. Rodez, impr. Carrere.) — 7 ) Mi. 164. Ber.Weyrachs in Kr. A. K. II. 2. Einzelne aus Bosaks Begleitung scheinenentkommen zu sein, darunter sein Ordonnanz-Offizier. Bordone (Bo. 337.Anm. 1.) spricht seine Verwunderung aus, dass diese nur ganz ungenaueMittheilungen über den Hergang zu machen vermochten: denn manmeldete dem Hauptquartier zuerst, der General läge verwundet in einerMeierei nahe dem Gefechtsfelde. Daraus wäre zu entnehmen, dass dasGefolge gleich beim ersten Schuss zersprengt worden wäre, was in derThat in Folge der preussischen Salve der Fall gewesen zu sein scheint.

Bei der grossen Zahl der mit ihrem General gefallenen Offiziere dürfteein feiges Verlassen desselben, wie Theyras (S. 569) glaubt, aus-geschlossen sein. Bei seiner Annahme würde es sich, wie er sagt,sehr gut erklären, „warum die Zeugen seines Todes keinen genauenBericht haben abstatten können oder wollen. Die Gerüchte von Selbstmordoder Meuchelmord, die im Umlauf waren, erscheinen gesucht. Man hat