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zu bringen Er wählte dazu die unmittelbar westlich des Dorfesbefindliche Hochfläche, von wo das nördliche und nordwestlicheVorgelände beherrscht und im Verein mit den Batterien auf Fon-taine besonders auch Pouilly und Umgegend unter Feuer genommenwerden konnte. Während er mit dem Kommandeur der Mobilisirtender Isere mit Auswahl der Batteriestellung beschäftigt war, begannbereits von der Strasse von Langres her das preussische Geschütz-feuer. Garnier berichtet ebensowenig, ob der Bau der Batterieüberhaupt vor sich ging, als dass dieselbe an diesem Tage inThätigkeit getreten ist. 1 )
Im garibaldinischeu Hauptquartier dachte man an nichtsweniger, als an einen preussischen Angriff von der Strasse nachLangres her; man war zwar auf eine Wiederholung der Versuchegegen Dijon vorbereitet, glaubte aber, sie würden wiederum gegenTalant und Fontaine gerichtet werden. Nach Bizzoni v ) soll derNebel am Morgen noch dichter als Tags zuvor gewesen sein undallen Ueberblick über die Gegend verhindert haben. Die Stimmungscheint nicht allzu zuversichtlich gewesen zu sein, denn Bordonehatte sich gegen 10 Uhr mit einigen Offizieren des Stabes zurBesichtigung der in der äusserst starken Stellung des Mont Afriqueund von Coreelles les Monts angeordneten Vertheidigungsarbeiteubegeben, welche bekanntlich dazu dienen sollten, im ungünstigenFalle der zurückgehenden Armee Aufnahme und Deckung ihresferneren Rückzuges zu gewähren. Kaum halbwegs von Corcelles (?)erreichte den General die durch seinen Sohn überbrachte Nachricht,dass die französischen Vorposten auf der Strasse von Langresangegriffen worden wären, und Garibaldis Befehl, sich dorthin zubegeben.
Schon seit dem 22. Morgens hatte der Aufklärungsdienst derVogesenarmee und der bürgerlichen Behörden die Nachrichtengesandt, dass 30 bis 35 000 Mann Preussen von Is sur Tille herim Vormarsch auf Dijon wären und dass General Kettler auch vonMirebeau her Verstärkungen erhalten hätte. 8 ) Menottis Streif-parteien hatten im Laufe des Vormittags den Marsch starkerfeindlicher Kräfte nach Ahuy und von da weiter in der Richtungauf die Strasse von Langres gemeldet. Von Talant aus war desNebels wegen nichts zu sehen, man blieb über die Absichten desGegners im Ungewissen, da die ausgesandten Chasseurs Feuererhielten und keine genaue Auskunft brachten. „Elf schlug es
fr Ga. 263. — s ) Mar. 239, auch Pel. 84. — 8 ) Bo. 341 und Bo.CdE. 224.