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II, Der Kampf um Pouilly.
Um 2 A.’) entwickelte sich das F./21 unter Major Kroseck,um auf Kettlers Befehl die östlich der grossen Strasse nördlichPouilly gelegenen Höhen, welche von einem Franktireur-Bataillon (?)von 700 Mann besetzt sein sollten, zu säubern. Das Gefechtsfeld bestehtaus der südlichen Abdachung der nördlich von Asnieres gelegenenHöhe, welche sich bis an die Nordumfassung von Dijon allmählichund ziemlich gleichmässig, gegen den Suzonbach unbedeutendsteiler niedersenkt. Ueber den westlichen Hang dieser Abdachunglaufen die Strassen nach Is sur Tille und TJail Chätel, welche etwaeinen Kilometer südlich Ferme Yalmy sich vereinigen und inschnurgerader Richtung durch die Porte St. Nicolas in Dijoneinmünden. Zahlreiche Weingärten, namentlich östlich der Strasse,z. Th. mit Mauern umgehen, beeinträchtigen zwar die Gangbarkeit,nicht aber bei ihrer winterlichen Kahlheit die Uebersichtlichkeitdes Geländes. Etwa in einer Höhe mit der Mitte der Nordwest-seite des Parks von Pouilly wird die Strasse von Langres von derbereits früher erwähnten dammartigen Erdaufschüttung durch-schnitten, welche, ursprünglich für die zu erbauende EisenbahnDijon-Langres bestimmt, später aufgegeben, einerseits in nordöst-licher Richtung sich erstreckt und südwestlich Ruffey sich mitder später gewählten Linie gabelt — welche letztere längs deralten Römerstrasse nach Dijon läuft — anderererseits in einerEntfernung von etw r a 600 m südwestlich zwischen der Strasseund dem Suzonbach nahe einer grossen Lehmgrube endet. Dammund Grube spielen im Verlaufe des Gefechts eine hervorragendeRolle.
Oestlicli von der grossen Strasse, in einer Entfernung von 2bis 300 m seitwärts liegt die grosse und schöne, ehemals demKarthäuser-Orden, jetzt zu Dijon gehörige Besitzung Pouilly. Zudem an der Südwostecke gelegenen Schlosse gelangt man von derStrasse auf einer mit vier Baumreihen bepflanzten Allee, die übereine kleine steinerne, einen vorgelegenen Graben überschreitendeBrücke führt. Ueber einen inneren Hof kommt man vor dassogenannte Schloss, ein kleines im Stile Ludwig XV. erbautesHaus von zwei durch eine Wendeltreppe verbundenen Stockwerken;auf der rechten Seite des inneren Hofes liegt das Pächterhaus,links verschiedene Wirthschaftsgebäude mit Hühnerhof und Tauben-schlag. Oestlicli hinter dem Schlosse schliesst sich, von Mauern
i) Meldung Kettlers an. das Oder-Kommando vom 23. Januar 12 Ulirmitternachts in Kr. A. F. 111. 5 1 S. 157, Ja. 11. 178.