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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Da das Vorgehen des 61. Regiments zu einem Kampf umdie Fabrik Bargy führte, so ist es uothwendig, ihre Beschaffenheitnäher kennen zu lernen. Ungefähr 600 m südlich der Parkmauervon Pouilly und 1800 m nördlich der Place St. Nicolas zu Dijonlag an der Westseite der Strasse nach Langres da, wo dersogenannteKöhlerweg, der unweit des Südendes der 2 m hohenBahndammanschüttung den von La Charmette Ferme nach St. MartinführendenBuchenweg (Chemin des Charmes) trifft, abgehtein geschlossenes Besitzthum, eine Knochenkohlefabrik, welchedamals vou dem Fabrikanten Bargy betrieben wurde. Das an seinerWestseite etwa 130 m lange und von dieser bis zur grossen Strasseetwa 150 m tiefe, an der Nordostecke längs des Köhlerweges ab-gestumpfte und an der Südostecke rechteckig verlängerte Grund-stück 0 war allseitig theils von den Wänden der Gebäude, tlieilsvon einer 2,80 m hohen Lehmbatzenmauer (en pise) umgeben undlag tiefer als die Strasse, an welcher in dem vomKöhlerweggebildeten Winkel der mit einem grossen Gitterthor verschlosseneHaupteingang in den grossen Hof sich befand. Unmittelbar zurRechten an der abgestumpften Nordostecke waren sehr niedrigeSchuppen errichtet, in denen die Vorräthe an Säcken mit Knochenund Kohle aufgestapelt lagerten; 2 ) an der Mauer links angelehnterhob sich ein kleines als Wohnung des Aufsehers des Grundstücksdienendes Gebäude. Im Hintergrund des Hofes, den grössten Theilder Westseite einnehmend, erstreckte sich das 25 m lange, aus-schliesslich des Daches IO 1 /* m hohe, dreistöckige Hauptgebäude,die eigentliche Fabrik. 3 ) Das Erdgeschoss hatte nach der Angriffs-seite zu weder Fenster noch Thüren, die beiden oberen Geschossehatten je 7 etwa 1 m breite, 2 m hohe Fenster; die unteren Kantenderer des ersten Stockwerks lagen mehr als 4 m über dem ge-wachsenen Boden, so dass ein Eindringen in sie nicht möglich war.Durch die nördlich an das Gebäude anschliessende, bis zur Eckedes Grundstücks fast 12 m lange, etwas erhöhte, mit einem Dachversehene und zu einem Wagenschuppen eingerichtete Mauer führte,nur 2 m vom Hauptgebäude seitwärts, eine kleine, nur für Fuss-gänger benutzbare, 1 m breite Hinterthür auf das Feld Gerard 4 ),welches sich im Westen und Norden vor der Fabrik ausdehnte undüber das der von ihr aus beherrschteBuchenweg sicli hinzog. 5 ) Bei

Nach Tappaz Angabe imEclair 1890 bildet die Gesammtheitder Fabrik, Gebäude und Einfriedigungsmauern, mit Ausnahme des sichder .Strasse zuwendenden Theils, ein Viereck von durchschnittlich nur 55 mLänge. *) T. 93. 3 ) Siehe Abbildung. 4 ) D. Y. 199 und 243, LdE. Dr. f >) Die Angaben der verschiedenen französischen Schriftsteller, wieLdE. Dr. 20, T. 93, D. Y. 199.