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Flacey, das I. und der Regimentsstab Spoix. In St. Julien wurdenim Schulhause grosse Vorräthe an geladenen Gewehren, darunterauch Jagdgewehren, gefunden; der Maire, der das Vorhandensein 1von Waffen geleugnet hatte, wurde verhaftet. Die Vorposten desMajors Kroseck nahmen von St. Julien aus zu Arceau die Ver-bindung mit denen des Majors v. Schon (F./49) auf.
Das Detachement Weyrach erhielt ‘/ 4 Meile vor Gpagny dieersten Meldungen, dass sich in den vorliegenden Ortschaften feind-'liehe Streifen gezeigt und abgezogen hätten; eine auf den Höhenvon Marsannay betroffene französische Reiterstreife von 1 Unter-offizier, 5 Mann wurde auf der Flucht in Savigny von Dragonerneingeholt und gefangen. Während F./61 mit 1 Zug Dragoner und2 Geschützen über jßpagny, wo die über Chaignay gekommene 3./61sich anschloss, auf Savigny vorging, bog I./61 mit 4 Geschützenvon der grossen Strasse östlich auf Marsannay ab und entsandtevon der nördlich gelegenen Höhe 1 Kompagnie zur Absuchungdes Dorfes, welches ebenso, wie auf der anderen Seite Savigny,frei gefunden wurde. Die bis an die Südspitze des Boisde St. Jean vorgegangenen Dragoner meldeten die Besetzung vonAsnieres und Messigny durch Schützenlinien und den Marsch einerfranzösischen Kompagnie von Asnieres auf Vantoux. Als die Ankunftder Kolonne Lobenthal dicht vor Norges gemeldet wurde, liessWeyrach Savigny und Norges mit Vorposten durch 9. und 12./61,bzw. 10. und 11. besetzen und die Verbindung mit Regiment 21-herstelleu. Nach Aussage eines gefangenen Unteroffiziers war erstam 24. Januar die erste Reiterei in Dijon eingerückt und zwar1 Husaren- und 2 Chasseurs-Regimenter (?), täglich aber träfenneue Nachschübe an Reiterei ein. Die Stärke des Korps in Dijonbetrüge 20 oder 30 000 Mann, nach einigen Angaben 23000.Nach Aussagen der übrigen Gefangenen hätten die Verluste am23. über 3000 Mann betragen. 1 ) Der Regimentsstab bezog mitI./61., den beiden Batterien, dem 1. Feldlazareth und 1 ZugDragoner Marsannay, 2 Züge kamen nach Savigny und Norges.Die grosse Bagage befand sich in Pichange, der Fuhrenpark inThil ChäteJ, wo auch der Brigadestab Quartier nahm. 2 )
0 Kr. A. K. III. 43U. — 2 ) Nach den Erzählungen der SignoraJessie White-Mario in ihrer „Vita di Gf. Garibaldi“ (II 247 ff.) hatte dieseDame am 29. (?) eine Unterredung mit General Kettler, von welchemTags zuvor, unter Uebersendung von Briefen gefangener französischerOffiziere, ein Schreiben an Bordone eingegangen war mit Anfragen überden Zustand der in die Hände der Franzosen gefallenen Verwundeten derdrei Gefechtstage. Bordone beauftragte Frau Mario, dem preussischen.General seine Antwort in einem sehr höflich gehaltenen Schreiben (ab-