550
heck angewiesen, seine Reiterei so vorzutreiben, dass sie unterZurücklassung von Relais am 5. zur Herstellung der Verbindungmit der Südaimee gleich bei ihrem Eintreffen Lons le Saunier er-reichte. Die an diesem Tage über St. Jean de Losne — welchemseit dem 4. durch 7./60 besetzt war — entsandte 3. Schwadronfand Lons zwar von den Franzosen geräumt, die Besetzungpreussischerseits durch General du Trossei ging aber erst am 6.vor sich.
Von Beaune wurde am 5. I./61 mit Stab, 1. und 2. Kompagnienach Bligny sur Ouche, 3. und 4. nach Lusigny, am 6. ganz nachArnay le Duc vorlegt, dazu 1 Zug Dragoner. Zum Ersatz mar-schirte F.,/60 von Chamblanc nach Beaune. Mit diesem Tage-waren seitens der 4. Division sämmtliche bedeutenderen Städte desDepartements Cöte d’Or besetzt. Da inzwischen auch die Departe-ments Jura und Doubs vollkommen in den Besitz der Südarmeegekommen waren, so war deren kriegerische Thätigkeit beendet. Es-galt nun, die durch die Operationen theilweise auseinandergerissenenTruppenverbände wiederherzustellen: zu dem Ende wurde das De-tachement Hann aufgelöst und seine Truppen traten zu ihrenbetreffenden Armeekorps zurück.
VII. Die Massregeln gegen Auxonne.
Es bleibt noch übrig, die Vorgänge vor der Festung Auxonne-vom 1. Februar ab nachzuholen. 1 ) Hauptmann Schrickel war an diesemTage nach Rückkehr seiner Morgen streifen unter Zurücklassungeiner Kompagnie in Genlis mit 3 Kompagnien, 1 Schwadron und2 reitenden Geschützen um 7 22 V. langsam gegen Auxonne bis überden L’Arnisonbach östlich Soirans (an der Strasse Paris-Besanfon,1 Meile westlich der Festung) vorgegangen und hatte seine Vorhutbis Villers les Pots (2 km nordwestlich Auxonne) vorgeschoben.Von hier liess er sämmtliche Ortschaften innerhalb einerEntfernung von 6 km zu beiden Seiten der grossen Strasseabstreifen; selbst bis an die Tbore der Festung waren wederfeindliche Streifen noch Vorposten zu sehen : nur am west-lichen Barrierenthor an der Saöne bemerkte man 2 Posten. Vondem hoch gelegenen Villers aus konnte man die Strassen der Stadtgenau übersehen: von militärischen Vorkehrungen irgend welcherArt war nichts zu entdecken, ebenso wenig Geschütze auf denWällen. Grössere Reiterstreifen entsandte Rittmeister Graf Boecklinnördlich bis zum Saöneübergang bei La Marche, südlich an dem
! ) S. S. 530.