Buch 
Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
Entstehung
Seite
562
JPEG-Download
 

562

diesen hindurch bis Vassy, wo sich herausstellte, dass einige 20 Mann,meist Francs-tireurs du Gard, fehlten, über deren Schicksal mannichts erfuhr. Trotzdem die Garibaldiner sich bereits im Departe-ment Yonne, also schon im Bereich des Waffenstillstandes, in Sicher-heit befanden, setzten sie doch den Rückmarsch mit bösem Gewissen*der Vertragstreue der Deutschen misstrauend, noch bis St. Andrefort und trafen am 7. in Autun ein. 1 )

In Folge dieses Ereignisses ersuchte die General-Etappen-lnspektion der II. Armee das Ober-Kommando der Südarmee umerneute Besetzung der Brücke; General Hann wurde angewiesen,für die Sicherung der wichtigen Eisenbahnlinie Sorge zu tragen. 2 )Er liess zu ihrer Deckung gegen Westen Semur am 6. Februardurch 2 Kompagnien 21 besetzen; der unmittelbare Schutz derBrücke wurde dem Etappen-Kommando Nuits aufgegeben. 3 ) Nacheiner Meldung der 4. Division waren übrigens die Zerstörungen ander Brücke zu Buffon nicht so bedeutend, als dass sie nicht vor-aussichtlich bis zum 10. Februar wieder hergestellt sein würden. 4 )

Bordone setzte der Vogesenarmee ihre Lage nach dem Rück-zug aus Dijon durch Tagesbefehl vom 2. Februar aus Chagny aus-einander : 5 )

Trotz übermenschlicher Anstrengungen, durch welche es unsgelungen ist, den von unseren preussischen und französischen Feindengestellten Fallen zu entgehen, vermochten wir, Dank eurer Manns-zucht und eurem Muthe, noch vorgestern um 6 Uhr Abends zukämpfen und der Republik eine Armee zu retten, welche keineWaffenruhe angenommen hat und, nachdem sie durch die sonder-bare zu Versailles Unterzeichnete Uebereiukunft ausserhalb des ge-jneinen Rechts gestellt worden ist, allein inmitten der um sie auf-geliäufteu Trümmer aufrecht bleibt.

Unser tapferer Garibaldi, der weder körperliche Ermattungnoch moralische Schwäche kennt, befand sich schon auf demMarsch, um dem Heere des Generals Clinchant zu Hilfe zu kommen;denn dieses war um Pontarlier von jenen ungeheuren Streitkräfteneingeschlossen, welche nur dadurch gegen ihn und uns hatten zu-sammengerafft werden können, dass der Waffenstillstand bereits imVoraus festgestellt worden war.

Eine Thatsache, au die zu glauben die menschliche Vernunftsich weigern wird: während wir auf das Peinlichste, Wuth imHerzen, die Abmachungen, welche uns das Ministerium des Innern

0 Ga. 275302. - 2 ) Kr. A. E. HL 5« S. 4:51/2.«) Ebd. S. 477. b Ebd. 6 ) Bo. 375,