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geschehen war, nachdem er mehr als jeder andere der Hilfe bedurfthätte.“ l ) Durch nutzlose Bewegungen um Besancon herum verlorBourbaki wiederum mehrere werthvolle Tage.
Durchaus ungerechtfertigt ist seine Beschwerde in der mitter-nächtlichen Depesche vom 23. zum 24. Januar, worin er Freycinetgleichsam als eine grosse Neuigkeit die Unterbrechung seiner Ver-bindung mit Lyon und den Vormarsch der Deutschen über den Doubsan die Loue meldet und es „mindestens erstaunlich“ findet, „dasskeine Benachrichtigung über den Marsch so beträchtlicher Streit-kräfte“ ihm zu angemessener Zeit (ä temps opportun) zugegangenwäre. Immerhin will er aber erst am nächsten Tage auf Grundder ihm zugehenden Nachrichten einen Entschluss fassen, be-zweifelt jedoch, ob es ihm, selbst bei der grösstmöglichen Eile,möglich sein würde, die verlorenen Linien wieder zu erobern! 2 )Hierüber machte ihm Freycinet mit Becht am Morgen des 24.gründlich den Standpunkt klar 3 ) und wies ihn auf seine Ver-pflichtung, sich selbst innerhalb seines Armeebereiches aufzuklären,hin. Sein Vorschlag durch Vorbrechen auf Döle und Mouchardseine Verbindungen wieder zu gewinnen, wurde in dem von Bourbakiberufenen Kriegsrath mit Stimmenmehrheit verworfen und der Rück-zug auf Pontarlior — der Anfang vom Ende — beschlossen.
VII. Ergebniss der Untersuchung.
Ziehen wir das Ergebniss aus den vorstehenden Untersuchungenüber die bei der Sicherung der Ostarmee begangenen Unterlassungs-sünden, so sehen wir, dass sie sich ziemlich gleichmässig auf dieSchultern Bourbakis, Garibaldis und Freycinets vertheilen.
Bourbaki fehlte:
1) indem er sich die vom Kriegs-Ministerium beliebte Unab-hängigkeit Garibaldis und Pellissiers gefallen liess, sich blindauf die ihm von jener Behörde gemachten Versprechungenüber die von ihm ausbedungene Sicherheit seiner linken Seitelängs der Saöne verliess und im Verlauf des Feldzugs nichteinmal daran erinnerte, indem er vielmehr auf jede eigeneSicherung verzichtete und sogar die anfangs dazu bestimmteDivision Cremer an das Hauptheer heranzog;
2) indem er in grosser Sorglosigkeit auf die ihm über seine Be-drohung zugehenden Nachrichten keinen Werth legte;
J ) Maz. a. a. O. 791. — 2 ) Per. II. 741 No. 42. — 3 ) Ebd. No. 72G9.