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Christoph Joseph Sukro,
sgeb. 1718.
3. Flora und die Blumen.
^ephyr regte sein GefiederDurch die aufgethaute Flur,
Und die freudige NaturNahm den grünen Umhang wieder;
Als deö Krokos zarte. SpitzeSein noch kaltes Beet durchstach,
Wo ihn von dem schwarzen SitzeIris weicher Finger brach.
In den Locken dieser SchönenFühlt' er bald sein süßes GlückUnd begann mit stolzem Blick'
And're Blumen auszuhöhnen.
„Welch' ein Kind des schönen Lenzen," —
Dacht er bei sich, — „gleicht wol mir? —
Nicht ein Blättchen, steht man glänzen;
Ich nur steh' in voller Zier. —
Kaum noch war ein Mond verstrichen,
Und ein ganzes BlumenchorTrat in bunter Pracht hervor;
Nur der Krokoö war verblichen.
Unter Zephyr'S leichten SohlenSproßte Klee und TausendschönIris Finger brach Violen;
Doch den KrokoS ließ sie steh'n.
Auch das Veilchen ging verloren M
Und, mit gleich betrübtem Sinn', W
Eilt es zu dem Krokos hinUnd entdeckt ihr Leid der Floren.
„„Göttinn,"" — war ihr langes Klagen, — »
„„Uns beschimpft der Schönen Hand,
Die an uns, vor wenig Tagen,
Ihre liebste Zierde fand.?"" —
„„„Kinder,""" — lautete mit Lachen,
Hier der Göttinn tröstend' Wort; —
„„„Iris thut euch keinen Tort;
Ihr verlang't zu große Sachen.
Zeit und Schönheit muß verfliegen;
Iris, liebt euch, blühend, nur;
Ihr verwelk't; sie läßt euch liegen;
Iris folgt nur der Natur."""