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I. Adolph Schlegel.
Die, vor den andern, heilig seyn —
Und ihren Schutz genießen sollen.
Dem alten Zeus gefallt der Eichenbaum,
Der alle Wälder überlebt, den kaumDie Zeit besiegt, die Alles überwindet.
Cythere wählte sich den Myrtenbaum,
Von dessen Zweigen sie den Bräuten Kränze windet;
Den grünen Lorbeerbaum — Apoll',
Die Gbttermutter — schlanke Fichten,
Die über alle stolz sich in die Höhe richten,
Dem Herkules gefällt die Silberpappel wohl.
Minerva hört der Bäume Wahl und fragt,
Die Wabl der Götter zu beschämen,
Warum sie unfruchtbare nehmen,
Worauf ihr Zeus zur Antwort sagt:
„ Nur diese wollen wir beschützen; ^
Den andern Bäumen wird die Ehre nicht zu Theil',
Daß nicht es schein', als sey die Ehre Göttern feil;
Weil sie mit ihren Früchten nützen." —
Minerv' erwiederte: „«mir bleibt alleinDer Oelbaum heilig; stets soll der mein Liebling sey'n!Denn darum, weil er nützt, verdient er Schutz und Ehre,
Und ich beschützt' ihn nicht; wenn nicht er nützlich wäre."" —Den alten Zeus erzürnt der Antwort Weisheit nicht;
Er küßt der Tochter Wang' und spricht:
„An Weisheit gleichen dir die andern Götter nicht;
Du wähltest dir mit Recht den Oelbaum, ihn zu schützen;Was man zu unserm Lobe spricht,
Ist eitel und gebührt uns nicht;
Wenn unsre Thaten Keinem nützen! —
4. Der Rnabe und die Bienen.
Ein Garten, der mit Blumen prangte,
Ward von den Bienen oft besucht,
Und nie besuchten ihn die Bienen ohne Frucht;Was eine Biene nur verlangte,
Und was nur ihre Kunst zum Bauen haben muß,Das fand sie hier im Überfluß'.
An ihm fand auch ein Knabe sein Vergnügen,
Und, konnt er hier spazieren gehn;
So ließ er gern sein Spielzeug liegen;