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Just. Friedr. Wilh. Fachariä.
Und fröhlich seinen Abschied nimmt.
Der Knabe rief ihm freundlich zu:
„Wohin, — du armer Vogel, du?
Was hat dir denn bet mir gefehlt,
Daß sich dein Flug das Weite wählt? —
Hab' ich nicht Alles dir gegeben,
Wovon die Herr'n Stieglitze leben?
War nicht dein Käficht ein Palast,
Mit gold'nen Dräthen eingefaßt?
Und ward dir nicht aus meiner HandManch' Stückchen Zucker zugewandt? —
Komm wieder, bitt' ich dich, herein!" —
Der Stieglitz gab zur Antwort: „„nein! —
Weg mit der gold'nen Sklaverei! —
Hier hab' ich mehr; denn ich bin frei. —
7. Die stolze Fliege.
Aier Pferde zogen einen WagenUnd ließen, bet dem schnellen Jagen,
Gar einen großen Staub zurück.
Da schwang sich in dem Augenblick'
Auch eine Fliege mit hinauf
Und rief dann, bei des Wagens Lauf':
--Ihr guten Leute, geb't doch Acbt!
Den großen Staub hab' ich gemacht." —
Mach' dich mit leerem Stolz' nicht breit;Man lacht nur deiner Eitelkeit.
8. Der Löwe und der Esel,
ebeugt von langen, schweren LastenUnd mager van dem vielen Fasten,
Ging einst ein Esel über Feld.
Ihn sah, der Thiere Fürst, der Held,Der, so gepries'ne, Löwe gehnUnd rief ihm zu, mit bitterm Echniiih'n:„ Weich' aus, du niederträchtig' Thier!Man steht nur seine Schand' an dir.Du schlcpp'st, soviel man haben will,Und schweig'st zu jeder Drohung still.
Ruhm habt ihr noch allein von mir;
Ich bin des Thierreich's Schmuck und Zier.Denn mich und meine TapferkeitRühmt man auf Erden weit und breit." —Mit Demuth hub der Esel an:
„„Und was hat Gutes ste gethan, —Die, so gerühmte, Tapferkeit? —
Den Wald verheert, — das Nieh zerstreut!—Ich nutze Menschen spät und früh;
Und du, Herr Held, zerreißest ste."" —