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gelt. I7S1.1 Johann Gotth. Ephr. Lessing.
hinauf; wenn du es vermagst! und dann erst wird der Mensch hier dichseegnen." _
6. Minerva.
An dem unsinnigen Kriege/ welchen die Riesen wider die Götter fähr-ten/ stellten die Riesen der Minerva einen schrecklichen Drachen entgegen.Minerva aber ergriff' den Drachen und schleuderte ihn mit gewaltigerHand zum Olymp auf. Da glänzt er noch/ und—/ was so oft großer Tha-ten Belohnung — / ward des Drachen beneidenswürdige Strafe.
Laß sie doch/ Freund/ laß sie/ die kleinen/ hämischen Neider deineswachsenden Ruhmes! Warum will dein Witz ihre/ der Vergessenheit be-stimmten/ Namen verewigen?
7. Zeus und das Schaaf.
Aas Schaaf mußte von allen Thieren Viel leiden. Da trat es vor denZeus und bat/ sein Elend zu mindern.
Zeus schien willig und sprach zu deik Schaafe: „ich sehe wol/ meinfrommes Geschöpf: ich habe dich allzu wehrlos erschaffen. Nun wähle: wieich diesen Fehler am Besten abhelfen soll! Soll ich deinen Mund mitschrecklichen Zähnen und deine Füße mit Krallen rüsten?" —
„,,O/ nein/"" — sagte das Schaaf/ — „„ich will Nichts mit denreißenden Thieren gemein haben."" —
„Oder/'—fuhr Zeus fort/ —„soll ich Gift in deinen Mund legen?" —„„Ach/"" — versetzte das Schaaf/ — „„die giftigen Schlangenwerden so sehr sa gehaßt."" —
„Nun/ was soll ich denn? —Ich will Hörner auf deine Stirn' pflan-zen und Stärke deinem Nacken geben." —
„„Auch nicht gütiger Vater; ich könnte leicht so stößig/ als der Bock/werden." " —
„Und gleichwohl/" — sprach ZeuS/ — „muß'st du selbst schaden kön-nen; wenn sich And're fürchten sollen/ dir zu schaden." —
„„Müßt' ich das?"" — seufzte das Schaaf/ — „„0/ so laß' mich/gütiger Vater/ wie ich bin! denn das Vermögen schaden zu können/ er-weckt/ fürcht' ich/ die Lust schaden zu wollen/ und es ist besser: Unrechtleiden, als: Unrecht thun."" —
Zeus seegnete das fromme Schaaf/ und es vergaß von Stund' an,zu klagen-. _
8. Der Esel und das Jagdpferd.
Ein Esel vermaß sich/ mit einem Jagdpferd' um die Wette zu laufen.Die Probe siel erbärmlich auS/ und der Esel ward ausgelacht.