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Johann Gottlieb Willamow
„„Noch besser! — Alle gleich? — Ei, was für Zanken, StreitenUnd Morden möchte da nicht oft entsteh'n, —
Wie oft nicht da Gewalt für Recht ergeh»! —
Nein, itzt kann Jeder doch, was er erwirbt, behalten,
Ißt ruhig hier sein Brod, das Arbeit ihm versüßt. —
Drum geh mit deiner gvld'nen Zeit der AltenUnd laß' die Welt so, wie sie ist!"" —
8. An den Winker.
Aom Pol' herab im winterlichen SchleyerTrau'rt Phöbus Angesicht,
Und Lappland's Nacht, ein furchtbar' Ungeheuer,Verscheucht sein schwaches Licht.
Der Himmel weint auf die erstorb'nen Fluren,
Dom Sämann' aufgewühlt.
Des Weingott's Tritt, der milden Ceres SpurenSind kläglich weggespühlt.
Und Boreas, im trägen Schlummer, liegetUnd schnarcht anf Grönland'ü Schnee;
Kaum fühlt ihn mehr, vvm ew'gen Eis' besieget,Die nachbarliche See, —
Ihn, welcher sonst auch in cntleg'ne ZonenDie Schneegewölke streut,
Den Feld und Wald und, die um Quellen wehnen,Najad' und Nymphe scheut.
Erwach' einmal zu alten HeldenthatenUnd schilt der Weste Trutz!
Schon rufen dich die angefaulten Saaten
Und fleh'» um deinen Schutz.
Komm feh le doch die, schlüpfrig weiche, Erde,Versieg'le Quell und Fluß
Und hauch', wenn ich dem Hymen huld'gen werde,Eis unter meinen Fuß!
9. An das junge Jahr,
den tsten Januar 176Z.
Es kommt —, es kommt! Gold stralet vom GefiederDes jungen Jahr'ö; es sinkt,