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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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81
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Ludwig Heinrich von Nikolai,

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Dom Hauch' LeS Nord'S getragen/ schaudernd / nieder;

Da ihm das Schicksal winkt.

Heil dir/ o Fahr/ Heil dir/ d»/ meiner WonneGewünschte Epoche!

Wie huldreich grüßt mich deine erste SonneUnd küßt den feuchten Schnee.

Zwar wird nicht stets des Phöbos Auge lachen;

Auch Wolken ziehen mit/

Von Hagel schwer; auch Donner werden krachen/

In, weit vernomm'nem/ Tritt'.

Doch laß' ihn nur, den schweren Donnek/ krachen!

Er folge deinem Schritt'!

An Daphne's Hand wird mir die Liebe lachen;

Dann lacht mir Alles mit.

Ludwig Heinrich von Nikolai.

geboren 17Z7, am 29. December.

1. Der Esel und der Hund.

Ein Esel trabte seinen Schritt.

Ein leichter Windhund trabte mit.

Sie hatten einen Weg zu reisen.

»Pfui/" spricht der Hund/ »du träges Thier,Man kommt ja nicht vom Fleck' mit dir."

Er jagt voraus. In weiten KreisenKehrt er zurück zum Esel hierUnd schießt dann fort/ gleich einem Pfeile,

Und macht sich drey aus einer Meile.

Sie gehen weit Berg auf/ Berg abDurch lange Wälder/ weite Triften,

Der Esel stets in seinem Trab',

Der Windhund immer in den Lüsten.

Doch dieser springt und rennt und fliegtSo lauge; bis auf halbem WegeEr, lechzend, auf den Rippen liegt.

Der Wohlbedächtige, den Schritten nach, so träge,

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