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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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geH. 17I5.f

Christ. Ewald von Kleist

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Vergesst das Stöhne» / ihr Gründe! Weh' mir: daß jemals der HerrschaftSirenenstimme mich täuschte! Du tolles Labsal der Seelen,

Zu kurz für ewige Reu', o Lob des sinnlosen Pöbels,

Warum verachtet' ich dich, groß in mir selber, nicht ehe?EntflogeneZeiten, komm t wieder! komm t! oder verlaß't mich, ihrLeichen!Kehr't eure Blicke von mir, ihr halbgeöffneten Augen!"

Nock wären die Schätze der Welt sammt aller Hoheit und WollustFür uns're Seele zu klein; durchlebten wir Alter der Sterne;

Der Himmel sättigt sie nur, von dessen Flamme sie lodert,

Und, du, o göttliche Tugend, durch dich nur können wir freudigDas Meer des Lebens durchschiffen. Laß't diesen Pharus uns leuchten!So seh'n wir den Hafen des Glück'S, trotz Ungewittern des Zufall'S,

Trotz aller Leidenschaft Sturm, der nur den Einkauf befördert,

So wird die Vorsicht uns weise, der Himmel uns gnädig bedünken.

6. Sehnsucht nach Ruhe.

Silberbach, der vormals mich vergnügt,

Wann wirst du mir ein sanftes Schlaflied rauschen?Glückselig, Wer an deinen Ufern liegt,

Wo, voller Reiz, der Büsche Sänger lauschen!

Von dir entfernt, mit Noth und Harm erfüllt,

Ergötzt mich noch dein Wollustreiches Bild.

Und du, o Hain, o duftend' Veilchenthal,

O holder Kranz von fernen blauen Hügeln,

O stiller See, indem ich tausendmal

Aurora sah ihr' Rosenantliy spiegeln,

Bethaute Flur, die mich so oft entzückt,

Wann wird von mir dein bunter Schmelz erblickt?

Sprich, Wiederhat!, der, wann die Laute klang,

Vom Rasensih' in dichtbelaubten Linden,

Mit Hellem Ton', in ihre Saiten sang,

Sprich! soll ich nie die Ruhe wieder finden?

Wie oft, wann ich, vergnügt, im Schatten lagUnd:Doris" rief, riefst du mir:Doris" nach!

Atzt flieht mich die, zuvor empfund'ne Lust;

Ich kann nicht mehr dein süß' Geschwätze hören.

Du fülltest dort mit Anmuth Ohr und Brust;

Hier fliegt der Tod aus tausend ehr'nen Röhren.

Dort bot die Flur, der Bach mir Freude dar;

Hier wächst der Schmerz; hier fließet die Gefahr.