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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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Neue Kirchengesch. 6. Per. I. 16481877.

Die Gerichte sprachen in diesem Sinne, und zahlreiche Congregationenwurden ihrer alten Cultusstätten beraubt, bis die Gesetzgebung durch Fest-stellung einer Verjährungsfrist diesem Scandal ein Ende machte svis-ssirtöi-sOlrapsIsLill, 1844j.0) 4. Die B r ü d e r - Unit ät ist ein Bun-desstaat geworden, der in der Ältesten-Conferenz zu Berthelsdorf und inperiodischen Synoden seine äußre Einheit hat. aber die Provinzen, diedeutsche, englische und amerikanische, haben ihren eignen Haushalt be-gründet. Die brüderliche Traulichkeit der Ruhe unter dem Kreuze ist ge-blieben neben dem Wanderzuge der Missionen, der Weltgeist ist als Han-delsgeist eingezogen, die Frömmigkeit in Herrnhut eine Manier geworden,aber viele stille oder geknickte Herzen hatten hier eine Heimath und deralte Christus in den Zeiten des Unglaubens ein Heiligthum/) 5. DerMethodismus besonders Wesleys durch sein Zugeständnis an diemenschliche Freiheit und seine gesellschaftbiidende Energie, obwol überNebensachen vielfach zerspalten, ist in England und Amerika eine Machtgeblieben. Beträgt die Zahl seiner Bekenner etwa eine Million, so reichtsein Einfluß durch Missionäre und durch ungelehrte, ungebildete wie ge-bildete Wander-Prediger noch weiter. Ihre Anstalten gehn theils nochimmer auf einen plötzlichen Durchbruch leidenschaftlicher Gefühle der Ver-ruchtheit und Gnadenseligkeit wo möglich mit auffälligen leiblichen Er-scheinungen, eine dumpfe Gläubigkeit und Weltentsagung mit jeweiligenRückfällen bewirkend, theils haben sie sich in der Einwirkung auf dieHähern Stände und auf die romanischen Völker verfeinert zur Bußpredigtfür ein ausschließlich religiöses, nur auf einige Grunddogmen haltendes,in frommen Werken thätiges Leben. Wilbersorce's sss 1833) heiligerKampf für die Freiheit ist vom Methodismus ausgegangen.«) 6. Indemdie Kirche des Neuen Jerusale m zu allen geheimnißvollen Erschei-nungen der Natur wie des Geisterreichs hinneigte, und doch das Christen-thum als Vernunftreligion auffassen ließ/) haben die Schriften Sweden-borgs wie eine lebendige Predigt geworben. In Würtemberg hat Tafelsss 1863)) an die Verbreitung und Geltendmachung dieser Schriften seinLeben gesetzt, und in freierer Beziehung Gustav Werner ss. 1840), ausseinem beredten Dienst der Landeskirche nur durch ihre Gesetzlichkeit ver-stoßen, aus der absterbenden Glaubenskirche in die Zukunftkirche derLiebe eintretend zur Ernährung der Hungernden große industrielle An-stalten gegründet, die doch durch einen Rechnungsfehler zusammenbrachens1865).s) 7.JnLondonwarJrving sss 1834),presbyterianischerPre-

o> ck. Auiad, List. oktks xiesdvtsilan snck Zenersldaptist ednrvdesin tUsvestakLngl. Lonä. 835. R. Tredner, kirchl. Zustände. jHdlb. Jhbb. 845. H. r.j x) DieHerrnh. im Leben u. Wirken, v. c. ehem. Mitgliede. Weim. 839. L. Litiz, Blick ü. d.Vergangcnh. u. Ggnw. d. Brüderk. Lpz. 848. C. Laurent, d. Brüdergem. unserer Tage.jZts. f. hist.TH. 864.H. 3.j z) lklrs Ute oklV.IViib. by tris 80irs. Lonä. 838.5 r. Bearb. v. Uhden, Brl. 84Ü. L. Rascher, Wilb. Hmb. 856. ck.Larkorä, IkseoUec-tion okrV 7 Lonä. 864. rj Lurel. cku dan-sens, exxoss xrelim. 5 la äoetr. cks I»nuov. cker. kni. 832. Os§§er, Iiouv. ^nsstians xiril. Lern. 835. s> Organ: der