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In Folge der bekannten Mängel des Holzschwellen-Oberbauesand der in manchen Ländern immer schwieriger werdenden Be-schaffung des benöthigten Holzquantums — in Frankreich und Eng-land z. B. müssen schon jetzt Holzschwellen über das Meer ausOst-Indien,. Australien und Amerika eingeführt werden — habensich die Ingenieure längst bemüht, den Eisenbahn-Oberbau mitgänzlichem Ausschluss des Holzes als Unterstützungsmittel zuconstruiren. Man versuchte statt der Holzschwellen Steinwürfelanzuwenden, was zuerst in England, später vorzugsweise inWürttemberg und Bayern geschah. Ende der Sechziger- und Anfangsder Siebziger-Jahre habe ich auf bayerischen Staatsbahnen sehrschönen Steinwürfel-Oberbau gefunden, nur war das Fahren darüberetwas härter und geräuschvoller als auf Holzschwellen-Oberbau.Das lässt sich vielleicht durch entsprechende Zwischenlagenmildern, und der Mensch kann überhaupt nicht mehr thun, als,wie man sagt, zwischen zwei Uebeln das kleinere wählen. Doch hatder Steinwürfel-Oberbau bei guter Ausführung und auf consolidirtenDämmen den Vortheil, dass man den fest gelagerten Steinwürfelviele Jahre ruhig liegen lassen kann und die Auswechslung desOberbaues, bezw. des eigentlichen Geleises sich auf das Auswechselnder Schienen und sonstige Nacharbeiten beschränkt. In dembekannten »Handbuch der speciellen Eisenbahn-Technik« vonHeusinger v. Waldegg und Consorten wird der Steinwürfel-Oberbau eingehend beschrieben und seine damalige namhafte Aus-dehnung in Württemberg und Bayern geschildert; es wird daselbstbemerkt, dass die bayerische Staatseisenbahn-Verwaltung ent-schlossen sei, überall an Stelle des Holzschwellen-Oberbauesgelegentlich seiner Auswechslung Steinwürfel-Oberbau zu legen.
Ich habe seither jene Länder nicht mehr bereist und vermagmomentan nicht anzugeben, wie es dort gegenwärtig mit demSteinwürfel-Oberbau steht. Es wird aber die Frage erlaubt sein :warum hat man bei uns zu einer Zeit, wo in anderen Ländern derSteinwürfel-Oberbau im Grossen angewendet wurde, zu einer Zeit,wo der eiserne Oberbau noch wenig von sich reden machte, • keinegrösseren Versuche mit Steinwürfel-Oberbau gemacht. Hinreichendfeste und frostbeständige Granit-, Marmor- und Porphyrgattungensind an vielen Orten Oesterreich-Ungarns zu finden; ja es gibtAlpenbahnen, wo geeignetes .Steinmaterial rechts und links vonder Bahn vorkommt—Gegenden, wo die Massen-Erzeugung von