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Ueber Entwaldung und Hochwässer in ihrer Rückwirkung auf die Eisenbahnen : Vortrag gehalten im Club österr. Eisenbahn-Beamten am 1. Februar 1881 / von Karl Engelhard
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wechslung der Holzschwellen, ermöglichen würde; allein die Er-fahrungen mit diesem gemischten Systeme sind nicht aufmunternd,und es dürfte sich der homogene Oberbau, entweder nur mit Eisen-schwellen oder nur mit Holzschwellen, mehr empfehlen.

Ein definitives Urtheil über die gegenseitigen Yortheile desOberbau-Systemes mit eisernen Langsclrwellen oder eisernen Quer-schwellen kann dermalen noch nicht abgegeben werden. Nach denvorliegenden Aufzeichnungen stellt sich die Erhaltung des Lang-schwellen-Oberbaues in den ersten Betriebsjahren um etwa 15%theuerer. Bezüglich der Erhaltungskosten des Oberbaues mit Eisen-schwellen gegenüber jenen mit Holzschwellen gilt allgemein dieAnnahme, dass die Erhaltungskosten des eisernen Oberbaues imersten Jahre nicht geringer, unter Umständen sogar höher als diefür den Holzschwellen-Oberbau ausfallen; dass dagegen in denspäteren Jahren nach Bildung eines festen Kiesrückens unter denEisenschwellen und bei gutem Stopfmaterial der eiserne Oberbauauf die Länge der Zeit sich weit ökonomischer herausstellt.

Herr Haarmann, Erfinder eines zweitheiligen eisernenOberbaues, bemerkte bei demselben Congress, dass für Haupt-bahnen mit schweren Locomotiven, schweren Personen-Eilzügenund schweren Güterzügen das Urtheil zu Ungunsten des ein-theiligen und dreitheiligen Oberbaues schon gesprochen sei. DieUngleichheit im Gefüge, die unvermeidliche Spannung, die dadurchherbeigeführte grössere Neigung zu Brüchen lassen eine weitereAusbildung des eintheiligen Oberbau-Systemes nicht als wahr-scheinlich erkennen. Die dreitheiligen Oberbau-Systeme dagegenhaben den Fehler zu vieler Constructionstheile, den Fehler einernicht genug soliden Verbindung der Fahrschiene mit den beidenLangschwellentheilen; deshalb seien die zweitheiligen Lang-schwellen-Systeme und das Querschwellen-System für die Con-struction eines eisernen Oberbaues jedem anderen Systeme vor-zuziehen. Die gut construirten, gut montirten und gut drainirtenzweitheiligen Langschwellen-Systeme bieten eine sanfte Fahrt beigrösster Betriebssicherheit. Die nach dem Systeme Haarmannin Holland und Russland unter ungünstigen Verhältnissen ver-legten Eisenbahnstrecken haben sich bewährt und zeichnen sichdurch eine geringe Erhaltungskosten-Quote aus. Es sind dennauch seit April v. J. weitere 120 Kilometer Oberbau nach demSystem Haarmann von den preussischen Staatsbahnen bestellt