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werden; also wiederum vielmehr, als zu einem blossen »Versuch«nöthig wäre.
Nach den über die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft unddie Bergisch-märkische Eisenbahn angegebenen Daten zu urtheilen,gibt man dort dem Querschwellen-Systeme den Vorzug. Der Lang-schwellen-Oberbau zeichnet sich allerdings durch seine in jedemPunkte des Geleises gleiche Tragfähigkeit und sanfte Fahrt aus,andererseits ist die Handhabung des Langschwellen-Oberbauesbeim Legen und bei der Erhaltung wohl etwas schwieriger, DerOberbau mit eisernen Querschwellen dagegen ist so einfach, dasser vom Bahnwächter und den gewöhnlichen Oberbau-Arbeitern infahrbarem Zustande erhalten werden kann.
Bei jedem Projecte eines eisernen Oberbaues müssen dieConstructeure überhaupt besonderes Augenmerk darauf verwenden,dass die einzelnen Theile nicht sonderlich schwer ausfallen undman keiner complicirten Hebevorrichtungen beim Legen oderRepariren bedarf; die Behandlung darf nicht so difficil sein, dassvielleicht zwischen je zwei Stationen ein Maschinenschlosser miteiner fahrbaren Reparatur-Werkstätte stationirt sein muss, vielmehrmuss der simple Bahnwächter bei etwa plötzlich eintretenden Ge-brechen die Strecke fahrbar erhalten können. Jene Constructioneneisernen Oberbaues, bei welchen man als Träger die Verwendungvon Altschienen in unveränderter Form, wie z. B. beim SystemPaulus , anstrebt, haben meiner Ansicht nach nicht die mindesteAussicht auf allgemeinere Verbreitung. Man kann mit derlei Con-structionen ein Stück Versuchsgeleise auf der Station oder Streckelegen, das ist aber auch Alles. Die zu einer in’s Grosse gehendenVerwendung nöthige Quantität von alten Schienen ist ja niedisponibel, ganz abgesehen davon, dass bei diesen Constructionendie Verwendung des immer noch theueren Eisens unrationell aus-fällt. Etwas anderes ist es, wenn man die Altschienen, wie beimneueren System Hohenegger, zur Fabrication von Langschwellenverwendet und ein zweckmässiges Profil herstellt.
Wie sieht es nun mit dem eisernen Oberbaubei uns in Oesterreich-Ungarn aus? Von den2415 Kilometern eisernen Oberbaues im Gebiete des VereinsDeutscher Eisenbahn-Verwaltungen entfallen auf Oesterreich-Ungarn nur Kilometer = Pos % ! Wir sind über die erstenschüchternen Versuche noch nicht hinausgekommen, weil man