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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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Zoo Früchte aus den so gen annt-

bern angrenzende Sprachen übergegangen; die poeti-schen Liebeshofe der Provenzalen, >cc>ursä'Linour, oorts ä'anaors) die dem neueren ganzenEuropa Sylbenmaaße vorgezeichnet haben, thatenbeynahe nichts, als solche monotonhöfliche«Reime der Araber zu mäßigen, so und anders inpoetische Blumensträuße sie ordnen. So entstan-den Sonnette, Rondeau's, Madrigale,Triolets, Stanzen; die ksctonclillas, Viilan-cücos, 61o8su8 sl srts rnaz'or etc. der Spanier.Die beliebten Versarten andrer Nationen sind nichtsals Zurechtlegungen jener höflichen ara-bischen Blumensträuße: denn die Poesie galtfür die Sprache der Höflichkeit, der Hochach-tung, der Ehre und Liebe. Lasset uns darübereinen Kenner der arabischen Sprache hören:

„Eines im Arabischen sehr erfahr-nen Gelehrten"

Antwort auf die Frage:

Db die Araber schon in den ältesten Zeiten gereimteVerse gemacht haben *) ?

r) Die allerältesteit Schriften der Araber, so-wohl in gebundener als freyer Rede sind in Rei-men abge fasset.

*) Dieser Gelehrte ist Reiske. S. neuer Bücher-saal der schönen Wissenschaften und freyen Künste,Bd, ro. S. 227.