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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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goldnen Zeiten.

3 or

2) Die Art ohne Reimen zu reden und zuschreiben ist neuer (oder später) als Jene.

3 ) Noch heutiges Tages pflegen sie in ihrenungebundenen Schriften, wenn sie recht schönschreiben wollen, den Reim beyzubehalten; so daßsie, wenn sie einen Reim drey-, vier-, oder mehr-mals wiederholt haben, alsdann einen andern vordie Hand nehmen, und es mit diesem eben so ma-chen : dann wiederum einen andern u. s. w. Aufdiese Weise ist der ganze Hariri geschrieben, derfür den Araber Cicero gehalten wird *). Jmglei-chen des Tamerlans arabische Lebensbeschreibung ausdem zehnten Jahrhundert **).

4) In der Poesie sind die allerältesten Stückegereimt ***).

Hieraus erhellet, 1) daß die alten Araber Al-les beynah auch sogar ihre häuslichenund vertraulichen Gespräche in Versen,wenigstens in Reimen vorgetragen. Denn dieses ****)

*) Der altere Albert Schultens hat von ihmsechs Reden mit der Uebersetzung: TamerlansLebensbeschreibung hat Jak. Goljus arabischherausgegeben.

**) Als Probe giebt Reiske den Anfang des Ha-riri.

***) Reiske giebt eine Probe eines der ältesten ausAbulfeda, das auch Schultens in seinenlV4oi>umsntis vetustiorlbus arab. ans Licht ge-stellet hat.

Das als Probe gegebene Gedicht nämlich.