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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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goldnen Zeiten. 3 >i

-esammlet *); ihr Eifer ist noch nickt erloschen; siesammle» noch.

In Deutschland wagte man im Jahr 17^8,»779 zwey Sammlungen Volksliever verschied-ver Sprachen und Volker herauszugeben; wie ver-kehrt die Aufnahme seyn würde, sah der Sammlervorher. Da er indeß seiue Absicht nicht ganz ver-fehlt hat, so bereitet er seit Jahren eine palingeni-sirte Sammlung solcher Gesänge, vermehrt, nachLändern, Zeiten, Sprachen, Nationen geordnet undaus ihnen erklärt, als eine lebendige Stimmeder Völker, ja der Menschheit, selbstvor, wie sie in allerley Zuständen sich mild undgrausam, fröhlich und traurig, scherzhaft und ernst,hie und da hören ließ, allenthalben für uns beleh-rend. Die Geschichte Cid's z. B. ist in ihren Ro-manzen so reich an trefflichen Scenen, an hohenEmpfindungen und Lehren, als (wage ichs zu sa-gen?) als Homer selbst. Manche andre Reiheromantischer Begebenheiten und Momente nicht min-der. Einerseits bedauert man, anderseits freuet mansich, daß man dort und da nicht leben dürfe, daßjene Sitten, diese Zeiten aus der Welt verschwan-den. In Eindrücken dürfen sie indeß nicht ganz da-hin seyn, da ihrer manche auch in Wirkungen nochfortleben.

*) keligues ok speisn» LnZiisd koetr^, Vol. I— in. k>^ ?erc^. Ferner Olä Lsllslls, eineFortsetzung voriger Sammlung. Vr»I. I. H. IRsLsots lVInsicsl lVIuseum lames tollnson^V«1. I — IH. und andre Sammlungen.