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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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goldnen Zeiten.

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decker, Erfinder, seine Wohlthäter, seine Retter undFreunde, Euch gebührt, so lange Völker sprechen undsingen, Euch gebührt der Epische Kranz, prachtvolloder in Zweigen! je wahrer und bescheidner, destodaurender und schöner. Blos um Eure Stirnen blü,het er ohne welkende Schlummerblumen.

Ich habe das Meine gethan, und der Göttingehuldigt, die unserm Fest nicht fehlen durfte, der„Langenweile." So schloß Kritias seine Rede,pnd Agathen an seinem Nage begann also:

III. Vorn Gefährlichen Epischen Gedichte.

So unentbehrlich jedem Volk, das über Thiereerhaben seyn will, das Epos, d, i. ein lebendigerWort ist, das es in Herz und Munde führet: sogefährlich wird diese Losung, trenn sie, unrein auf-genommen , vom Fortgange im Wahren und Gutenzurückhält, menschliche Seelen verschleycrnd, mensch-liche Herzen verderbend. Alle rohen und wilden My-thologieen geben davon Erweise.

Es war z. B. verzeihlich unserm Geschlecht, daßes in seiner Kindheit, mit den Ursachen und dem Zu-sammenhange der Naturbegebenheiten unbekannt, sichTheogonien oder Kosmvgonien schuf, und die-selbe in Sagen und Mährchen ehrwürdig oder gefäl-lig einkleidete. Dem schwachen, dürftigen Geschlechtwars unumgänglich, daß, da es über das Schädlicheund Böse in der Natur weder erklärend noch thätighinauskommen konnte, es einem bösen Prinzip