goldnen Zeiten.
Z4S
Beobachtete man dies Gefühl der Anständigkeitwie überhaupt so in den Uebungen und in der Kri-tik der Dichtkunst, welcher eireln Nachäffungen, wel-cher thörichten Anstrebungen, wieder ein Kind zuwerden, und im Flügekgewande zu schreiten, cntäuf-serte man sich, Platz und Raum gewinnend zumännlicher» Schritten! In Kunst und Dichtkunstsind wir Einmal und immer keine Griechen mehr;ihren Göttern und Helden, ihrem Epos und Dramaauch iw Fehlern und Schwachheiten kindische Ehrer-bietung, ja Nach - und Veresterung zu bezeigen, ist— kindisch. Ein großer Theil von dem, was Ter-rassen u. a. über Homer und die Griechen gesagthaben, ist wahr, so einseitig sie es sagten; mansieht das Kindische der alten Mythologie in der Mei-sten Neueren Gebrauche. In Sann azer, Sa-na vens u. f., welche Spielwerke sind, (auch ohneBeziehung aufs Cbristenthum, mit dem sie vermischtsind,) die Götkermaschinen! Sind sie im Gebrauchder neueren Kunst etwas mehr und anders? Fi-guranten.
Als an die Stelle des heidnischen, christlicherAberglaube kam, tief streckte er seine Wurzeln undZweige auch ins Epos der Völker. Zuerst wei-hete man den Heiligen Kirchen, bald Himmel undErde. Und welchen Dienst hatten sie zu verrichten!welch possierlich-niedliches Zutrauen setzte inan aufEngel und Geister! und wie mißverstand, wie miß-brauchte man die Bibel! Kaum durch den kühnstenund lautsten Spott hat dieser Ungeschmack hie undda geschwächt werden mögen; verdrängt ist er allent-halben noch nicht. Das große Epo"S des Aber-glaubens ist noch in vollem Gewerbe.