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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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370 Früchte aus den sogenannt-

«jner giftigen Pflanze in den Trank der Caledoniergegossen, wodurch diese 25 ihrer besten Krieger ver-loren hatten. — Den übrigen Caledoniern erzähltensie, daß diese Gestorbenen durch ein Wunder ihresGottes umgekommen waren. Dies mußte den Cale-doniern um so wabrscheinlicher seyn, da sie Gift undseine Wirkung nicht kannten. Viele von ihnen nah-men hierauf die christliche Religion an. — DieselbeSage fahrt fort, daß Ossian ebenfalls in seinemirosten Jahre vergiftet worden, nachdem er zuvorfolgendes Gespräch mit einem Katholischen, NamensPadruig gehabt:

Padruig. Ossian, dein Vater ist —

Ossian. O! wo, sag Du weiser Padruig!wo ist er? —

Padruig. Dein Fingal, dein Vater ist inder kalten Hölle, mit all deinen Freunden in einenengen Raum eingeschlossen.

Ossian. Sprich, du Unheil lächelnder Pa-druig, wo ist diese kalte Hölle? — Und ist sie nichteben so viel werth, als der Aufenthalt, der Seligendeines Gottes, wenn Wild und schnellläustge Hund/sie bewohnen?

Padruig. Dein Gott ist schwach, der mei-nige ist allmächtig. —

Ossian. Waren Carril und Haull, der braun-haarige Diarmid und mein Oskar —- mein Sohn,noch unter den Lebenden, der Gott der Männer, wiedu, hätte uns Wände gebaut, eure Anführer einzu-schließen.