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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
Entstehung
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Homer und Ossi an.

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Z stände» sey? zugleich mitbedungen, daß die Be-antwortung der Frage ohne alle Rücksicht auf ange-nommene National- oder geltende Lieblingshypothe-sen versuyt werden müßte. —

Aber, wozu dies alles bey unsrer Frage? Seydie nordische Mythologie am Jda in Phrygicn, oderam schwatzen Meer, am Kaukasus oder unter demNordpol entstanden; eine achte, reine deutscheStamm spräche hat sie aufbewahrt, und d c ß-halb wollen wir uns etwas von ihr zueignen. Völ-ker von teutonisch em Stamm haben sich weitz umher getummelt, sogar nach Afrika verlohren; wirk nehmen das, was für uns dient, wo wies! finden,

i F. Recht, Und ich wollte eben wissen, was in, diesem Vorrath für uns sey? Sey aufrichtig,s Alfred.

c, Naturdichtungen lieben wir, wenn sier uns die Entstehung der Dinge, und ihr Verhältnißzu einander, in angenehmen lehrreichen Einkleidun-gen, gleichsam wie eine verhüllete Braut zufüh-ren. Sage mir ober, was, als Naturweisheit be-trachtet, in diesen Fabeln angenehm und lehrreichsey? Eine Schöpfung der Welt aus des RiesenUmers Leichnam; eine Schöpfung der Menschenaus zwo Holzarten, der Esche und Erle; die Ima-gination des Regenbogens als einer flammen-den und dennoch flsten Brücke; die Vorstellung desTages und der Nacht, der Sonn e und desMondes als zweyer geraubten Kinder; die Erklä-rung der Morgen- und Abendkühle durch ei-nen Schlauch, der mit Luft gefüllet dem Roß des