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Betrachtungen über die wohlthätigen Wirkungen und Folgen der Arbeit im Allgemeinen, namentlich der Manufactur-Industrie mit besonderer Beziehung auf die Schweiz und ihre derzeitige commerzielle Stellung zum Ausland / Von J. Sulzberger
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Meine persönlichen Wahrnehmungen bei vielen undunter den verschiedenartigsten Verhältnissen lebendenVölkern sprechen entschieden dafür, diese Frage miteinem unbedingten Ja zu beantworten.

Die Manufactur-Industrie im ausgedehnten Sinnebegreift auch die Handwerke in sich. Alles wasüber die Zähne und die Nägel hinaus von dem Men-schen zur Erreichung seiner materiellen Zwecke in An-wendung gebracht wird, sind mehr oder weniger com-plicirte Maschinen; der Pflug, der Wagen, die Sense,die Gabel, der Dreschflegel, die Egge, das Handspinn-rädli sind ebensowohl Maschinen wie Guttenbergs Dru-ckerpresse oder Arkwrights Spinnstuhl, Watts Dampf-maschine, Stevensons Locomotive, Jacquards Webstuhlu. dergl.

Der Unterschied besteht wohl hauptsächlich undeinzig in dem Alter der Erfindung und ihrer Anwen-dung und in der kunstreichem und zweckmässigemEinrichtung und in der grossem Tiefe und Ausbildungder Gedanken, auf welchen ihr Bau und ihre Anwen-dung beruht. Jemand, der also die Maschinen im All-gemeinen als nachtheilig und verderblich für das Wohlder Menschen halten sollte, müsste also consequenterWeise uns gleich den rohen Wilden wieder auf dieNägel und Zähne verweisen, welche uns Mutter Naturallein geschenkt hat, denn wo wollte er sonst irgendeine naturgemässe Gränze finden?

Ich frage aber, ist es nicht eine der edelsten Auf-gaben des Menschen, die rohen Kräfte der Natur, die