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Betrachtungen über die wohlthätigen Wirkungen und Folgen der Arbeit im Allgemeinen, namentlich der Manufactur-Industrie mit besonderer Beziehung auf die Schweiz und ihre derzeitige commerzielle Stellung zum Ausland / Von J. Sulzberger
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zengattungen und jedermann, auch der ärmste Bettlerisst Weissbrod; schwarzes, oder wie die Engländer esnennen, braunes Brod, wird nur von den Pferden ge-nossen. Demnach fängt auch unser Fabrikarbeiter undseine Familie ihr Frühstück mit Weissbrod, Thee undguter Milch, nicht selten mit Zuzug von Butter undEier an. Mittags folgt dann ein kräftiges Stück Ochsen-braten mit Kartoffeln, Weissbrod und etwas Bier (Por-ter) und Abends wieder Thee und Milch mit Weissbrododer mit Kartoffeln und Butter. Die Küche wird vonder Hausfrau selbst besorgt und alle Speisen werden ineleganter feiner Fayence oder glänzendem Zinn aufge-tragen. Die Kinder sind reinlich gehalten, gut genährt,warm gekleidet und mit Liebe und Sorgfalt gepflegt, da-bei aber schon frühzeitig zu strenger Arbeit angehaltenund an den Ernst des Lebens gewöhnt. Das Parlamenthat kürzlich durch ein Gesetz die Arbeitszeit der Kin-der auf höchst passende und humane Weise beschränkt;es wäre zu wünschen, dass auch andere Nationen die-sem Beispiele nachfolgen möchten.

Bei dieser soliden und guten Lebensart ist es na-türlich, dass die ganze Bevölkerung physisch und mora-lisch gesund, kräftig und für jede Anstrengung geeignetwerden muss und mit Recht wird anerkannt, dass dieEngländer die gesundeste, schönste und mit den meistenphysischen Kräften begabte Nation sei.

Man hat von vielen Seiten behaupten wollen, derGebrauch der Maschinen der Neuzeit drücke den Geld-werth der durch Menschenhände zu machenden Arbeitherunter, mache die Menschen brodlos und erniedrige