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Beitrag zur Geschichte der Revolution vom 6ten September 1839 / Von H. Weiss
Entstehung
Seite
62
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3 Uhr kamen sie wieder mit der Anzeige, ihre Came-raden wären beim Zeughaus und wünschten Waffen inEmpfang zu nehmen. Ich ging, indem ich es HerrnHegetschweiler mittheilte, zu ihnen und traf sie vor-dem Feldhofe in einer Anzahl von 3040. Zudem ichsie versicherte, daß ihr Muth und ihre Gesinnungenvon der Regierung geachtet und anerkannt würden,machte ich ihnen Vorstellungen, daß es fetzt kaum wohl-gethan wäre, ihren Wünschen zu entsprechen, daß siesich aber gedulden, ruhige Zuschauer bleiben und sichdeßhalb auch von hier entfernen und nach Hause be-geben möchten. Ohne Widerrede, ohne Lärm undGeräusch entfernten sie sich auch. 22 d)

22 d) Auch der Staatsanwaltschaft ist der Vorwurf gemachtworden, sie habe die Studenten aufgefordert sich zu bewaffnen.Ich habe mich genau hienach erkundigt und von Hr. Benz Aus-kunft erhalten über Folgendes, wovon ich zum Theil Augenzeugewar: Um 10 Uhr Abends verlangte Jemand vom Kaffee Widderauf der Hauptwache, daß man bei den dort versammelten Stu-denten, die ungebührlich lärmten, Ruhe schaffe. Die beidenPilizeisoldaten kamen mit der Nachricht zurück, dieselben seienallerdings sehr laut und verlangen Waffen zum Schutz der Re-gierung. Bald kam ein zweiter ähnlicher Bericht, dann eindritter, nach welchem Hr. Benz sich hin begab. Es gelang ihmsie durch das Versprechen, von ihrem Anerbieten gehörigen OrtesAnzeige zu machen und sie zu berichten, sobald die Regierungihrer Dienste begehre, wenigstens in so weit zu beruhigen, daßsie die anwesenden Musikanten fortschikten und der Senior ihmversprach, daß sie sich stille halten wollten. Hr. Benz benach-richtigte Hr. Oberst Hirzel von dem Begehren der Studenten,ihm überlassend, davon Gebrauch zu machen oder nicht.Sie hatten unterdessen einiges Aufsehen erregt; man fing an,sich mißbilligend über sie zu äußer», namentlich soll Hr. Hptm.Fehr sich wiederholt in diesem Sinne gegen Hr. Benz ausge-