der Humanität.
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die Erfahrungen manches Wahns, den man bei denvernünftigsten Menschen zuweilen wahrnimmt. Eini-ge Gattungen desselben pflanzen sich in Familien fort,und mischen sich als ein Erbtheil von Vater und> Mutter auf die sonderbarste Weise. Andre hastenan Ständen, Aemtern, Lebensarten, Zünften, undbekommen den Ehrennamen esxrit äs corps, Ge-fühl seines Standes, Familicnehre.Die feinsten aber hangen von individuellen Umstan-den und Erfahrungen ab; sie sind Abdrücke von dereigensten Beschaffenheit des Körpers und der Seeledes Wahnenden, sammt den Situationen, die vor-züglich auf ihn wirkten, kurz befestigte Luft-ge bilde seiner frühen Jugend. Dahersind sie theoretisch ober praktisch; selten aber einsohne das andre. Denn der Mensch ist nie so ver-gnügt, als wenn er nach Wahn handeln kann, zu-mal nach einem von andern verdammten, von ihmselbst geformten, Lieblingswahn«. Da lebt er rechtin seinem Element und ist seiner Kunst Meister.
Sie merken leicht, m. H., in welchen Ständendiese Wahnbilder am sichtbarsten seyn müssen; insolchen nämlich, die sich am freiesten äußern dürfen.Wer vor andern Scheu haben, wer aus Beruf undNoth auf dem gebahnten Wege angenommener Mey-nungen oder richtiger Begriffe bleiben muß; der giebtsich Mühe, sonderbare Eigenheiten seines Kopfs undHerzens zu unterdrücken, wenigstens verschließt ersie in der innersten Kammer, und reitet auf seinemSteckenpferde nicht eben an Hellem lichten Tage, nichtauf dem Markte. Wer sich dagegen alles erlaubtund dabey fei» Personale äußerst hoch hält, der kann