Band 
Adrastea III.
Seite
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der Humanität. ^7

vorzulegen getraute. Dieser aber las doch, las da-bei die eingeschickten, einzelnen Klagen , Beschwerdenund Derbesserungsvorschläge, mit dem großenGrundsatz: „daß wenn in einem ganzen Bande chi-märischer Spcculationen sich auch nur Eine nütz-liche Beobachtung fände, man die Zeit nicht be-lauern müsse, die man aufs Lesen verwandt hat "Die Mittel, diesen Verderbnissen abzuhelfen reistenin der stillen Seele des Prinzen-

Und nun? Trauren Sie, meine Freunde; diemuntre Gemahlin des Prinzen, die er zärtlich lieb-te, stirbt, von den Aerzten hingerichtet; innerhalbsechs Tagen stirbt der Prinz ihr nach, im dreißig-sten Jahr seines blühenden Lebens. Lesen Sie dieGeschichte seiner Krankheit, den Eigensinn Ludwigsdabei, das Ende des Prinzen; unwissend Ihrerwird eine Thräne in Ihr Auge treten, und waswird dabei Ihr Wort seyn? Fenelon sagte, alser die traurige Nachricht vernahm: „Meine Bandesind gelöset; nichts hält mich mehr an der Erde."Ludwig dagegen sagte „ich preise Gott für die Gna-de, die er ihm geschenkt hat, so heilig zu sterben,als er lebte." Der König ertrug, (so sagt ein Ge-schichtschreiber,) alles als Christ, glaubte daß Gottdaß Reich um der Sünden willen seines Könige?strafe, betete seinen Richter an, und keine Klageentfuhr ihm —

Wir, die wir keine Könige sind, dürfen keineso erhabne Gleichgültigkeit äußern. Wir könnenaufrichtig und herzlich bedauern, daß die Vorsehungdem zu Grunde geriet,t:ten Reich einen so geprüfte»,so festen, so thätigen König , auch nur auf fünfzehn