Band 
Adrastea III.
Seite
65
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der Humanität.

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Naehsehrift

des Herausgebers.

Statt einer langen Anmerkung erlaube der Le^ser mir hier eine Stelle mitten unter fremden Briefen.

Der Mann, an den zu Ende des vorstehendenBriefes mit dem verdienten Lobe gedacht war, warmein Freund, und er ist nicht mehr. Eben da ichdiesen Brief zum Druck übersehe, wird seine Leichebegraben; aber ein Theil seines Geiste-, und seineredliche Mühe wird, hoffe ich, in unsrer Sprachenoch fortleben, so wie sein Andenken im Herzen sei»ner Freunde.

Bode war mehr als Uebersetzer; er war einselbstdcnkender, ein im Urtheil geprüfter Mann, einredlicher Freund, im Umgänge ein geistiger, froherGesellschafter. Und doch war sein Charakter nochschätzbarer, als sein Geist; seine biedern Grundsätzewaren mir immer noch werther, als die sinnreichstenEinfälle seines muntern Umganges. Er hatte vielerlebt, viel erfahren; in seinen mannigfaltigen Ver-bindungen hakte er Menschen aus allen Ständen vonSeiten kennen gelernt, von denen wenige andre st«kennen lernen, und wußte sie zu schätzen und zuordnen.

Die Schwärmerei hastete er in jeder Maske,und war ein Freund so wie der gemeinen Wohlfahrt,sä auch des wahren Menschenverstandes. Der betrü-genden Heuchelei entgegen zu treten war ihm keine

Herders Werke z. Phil. u. Gesch. Xl. E .e-ira-Wa.- IIL.