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Briefe zu B efö cd e tu n g
urrs so tief im Dunkel? Engländer, Franzosen undJtalianer haben die Ihrigen schön aufgeputzt; wirstehen hierinn fast hinter Polen und Ungarn. Unddoch ist das Geschäft- und Gedankenreich verdienterSachkundiger Männer einer Nation gleichsam derStamm, ohne welchen sie kaum eine Nation, ge-schweige ein durchdachter, durch empfundener SkaatS-körpec genannt zu werden verdienet. Die geographi-schen Gränzen allein machen das Ganze einer Nationnicht aus; ein Reichstag der Fürsten, eine gemein-schaftliche Sprache der Völker bewirken es auch nichtallein; ja letztere ist in Deutschland den Provinzennach so verschieden; (große Striche sprechen ganz undgar eine fremde Sprache, ganze blaffen der Men-schen nehmen an Gedanken gar keinen Theil,) daß,wenn man dies alles Zusammenhalt, man es denMagistern nicht übel nehmen kann, wenn sie proKyaclu noch bis jetzt über das Thema disputiren.-„welche Regimentsvcrfaffung Deutschland habe? oderob die Deutschen eine Nation seyn ?" Die spotten-den Urtheile der Ausländer hierüber, auch wenn sieunserm Fleiß, unsrer Treue, unsrem Biedersinn Ge-rechtigkeit wiederfahrcn lassen, sind bekannt. Solltees also nicht der geringste Dank seyn, den man demverstorbenen Diener enveiset, daß man mit seinenDienstleistungen auch die Gedanken, derener sich dabey erkühnte, der Nachwelt nicht entziehe?Wenigstens bilden sodann doch die treuen Die-ner eine Kette, die Jahrhunderte durchreicht, und ansich die neue treue Diener anschließen mögen.Das Jahrhundert der Reformation erlaubte sich noch,auch über vaterländische Sacken laut zu denken; seit-dem ward alles Rang, Form und Stand, oder ging.