Band 
Adrastea III.
Seite
76
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Briefe zu Beförderung

Mich dünkt, in Deutschland war zu neuerenZeiten Maser der Erste, der in dieser Art freimü-thiger und bescheidner Biederkeit ein Beispiel gab.Stellet man ihn mit älteren Deutschen sogenanntenStaatsmännern, Kulpis, Reinkingk, VeitDecken darf zusammen, welch ein Unterschied!gewiß nicht zu seinem Nachtheil. Sein Herr undDiener, seine Beherzig ringen, Reli-quie», patriotische Briefe, sein Schuttzur Wegebesserung und was für Einkleidun-gen er sonst gewählet, sind eincSthcils mit einer sotreffenden Wahrheit, andernkheils mit einer Herzlich-keit geschrieben, alö ob der Verfasser einmal LuthersFreund und Amanuensis gewesen wäre. Züge derBeredsamkeit sind in ihm, deren sich mancher britti.sehe Parlamentsredner nicht schämen dürfte; und Al-les hüllet sich endlich m den Mantel der DeutschenBescheidenheit und Demuth. Sein patriotischesArchiv enthalt treffliche Sachen; so wie durchauskeiner seiner Aufsätze von Geist und Herz leer ist.Die meisten derselben, weil sie Deutsche Dinge be-treffen, lesen sich, als ob sie heute geschriebenwären.

Schon am Ende des vorigen Jahrhunderts ent-standen periodische Schriften, mancherleyInhalts, im jetzigen mehrten sich diese nicht nur imGanzen, sie vervielfachten sich auch in einzelnen Pro-vinzen bis zu wöchentlichen Blättern »ndBeiträgen, die in Deutschland ein sehr guterSaame geworden sind. Miser« patriotischePhantasiern sind aus Beiträgen zum Lsna-brückischen Wochenblatt entstanden, und was andre