Band 
Adrastea III.
Seite
83
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der Humanität.

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Sie wünschen, mein Liebet, *) daß ich Ihrekledcrsctzung von P.tmrca's Geständnissen mit einerVorrede begleite. Von meinem guten Willen hiebetsind Sie wohl überzeugt, da jede Stunde, die michIhnen im Geist nähert, und mir in Gedanken unsreehemaligen Spa,Hergänge und Gespräche erneuert,Mir Nicht anders als lieb seyn kaNn; eben deswegenübet verzeihe» Sie auch, daß ich das feierliche AMteines Vorredners diesmal und bei dieser Schriftnicht übernehme. Was ich dabei zu sagen habe,läßt sich weit besser im vertraulichen Ton eines Brie-fes, eir^ Gespräches sagen.

Sie wisse», was in Unsrer Zeit Nousseau'sKonfessionen für eine Sensation erregt haben.Begierig erwartete man sie; und wie ungleiche, wieäußerst verschiedene Urtheile sind darüber selbst vonNousseau's wärmsten Freunden und Verehrern ge-fallet worden I WeM, wenn er diesen Dispüten so-wohl über einzelne Stellen und Situationen, alsüber den Geist, der im Ganzen herrscht, oft beige-wohnt, oder att ihnen Antheil genommen hat, müf-

*) An Johann Georg Möller, dessen Verdienstum Petrarca im vorigen Brief berührt war. AuchDieser, aus dem Herzen geschrieben (daher erMülier'n wahrhaft liebt«), steht vorn an den Be-kenntnissen.

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