Band 
Adrastea III.
Seite
84
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84 Brieft zu Beförderung

sen nicht allgemeine Ideen über derglei-chen Confessionen aufgegangen, und die Fra-ge beigefallen seyn: wiefern kann und darfund soll ein Mensch Geständnisse vonsich dem Publikum machen? und wel-che Hauptidee, welch ein Compaß mußihn bei dieser gefährlichen Schifffahrtleiten? Da nun Ihr Petrarca einer der Vor-gänger Rousseau's in dieser Art Konfessionen ge-wesen: sehen Sie, so ist der Inhalt unsers Vorge-spräches darüber uns durch die Sache selbst gegeben.

Der erste Meister solcher Confessionen ist A u-guskin; er war Petrarca's Vorbild, und es istgewiss^ daß ohne ihn, vielleicht auch ohne den Au-gustiner Denis von Roberlis, der*fn einemfreien Verstaiide des Worts, Petrarca's Gewissens-rach war, Petrarca vielleicht so eigentlich diesenWeg nicht würde genommen haben. Ziemlich frühe^ schrieb er schon an den Bischof von Lvmbes, der ineinem scherzhaften Briefe seine Laura für ein Hirn-gespinst und seine Liebe für den Augustinus füreine Comödie erklärt hatte, ausscrordcntlich ernst-haft: „Wenn ich die Poeten und die Philosophen„liebe, so folge ich darin dem Beispiel des heil. Au-gustmus. Nie würde er sein Buch von der Stadt„Gottes gemacht haben, wenn er nicht vcll von ih-„ren Ideen gewesen wäre. Vielleicht hätte er auf-gehört., sie zu studiren, wenn er wie der heil.„Hieronpmus einen Traum gehabt hätte, worin„ihm wäre vorgeworfen worden, daß er den Cicero„zu sehr liebte. Sie wissen, wie er selbst gesteht,„er habe in den Büchern der Platomker viele Lehren