Band 
Adrastea III.
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Briefe zu Beförderung

öfters zu dem, was man nicht seyn kann und alsoauch nicht seyn darf, auf eine ängstliche Weise zwin-get. Entweder interessiren sie nicht, oder sie interes»-sireN zu sehr, und werden dadurch dem traurigsympakhisireNdeN Leser schädlich. Wer wird doch je-des Protokoll seiner Krankheit nach Lagen und Stun-den, wer wird jede Unterredung, die er mit demArzt Über die kleinsten Zufälle seiner UNgemächlich»keil gehabt hat, für so wichtig halten, daß er sieaus Merkwürdigkeit seiner Person dem Publikummittheile? Der Arzt mag es thun, . wenn crs fürseine Kunst nützlich findet; der Kranke selbst aberthut wohl, wenn er sich mit dem Bekenntniß seinergeheimsten Krankheitsgefühle nicht abgiebt, und sei-ne wiedererlangten Kräfte nützlicher anwendet. Auchdie Freunde und Verehrer desselben thun besser, wennsie nach geendigkem Lebenskämpfe ihres Verehrtendergleichen Papiere mit ihm ruhen lassen, und nichtjeDe trübe Stunde seines kranken Gehirns oder sei-nes leidenden Unterleibes dem Publikum übergeben >denn dies hat daraus wenig, und das Wenige oftauf eine traurige Weise zu lernen. Meistens kom-men tn schwachen Stunden die Irrthümer und Feh-ler, die bösen Eindrücke und Gewohnheiten unsererJugend als Feinde über uns; sie bemächtigen sichunsers geschwächten Daseyns, benebeln unsern Ver-stand, mißleiten unsern Willen, und triumphiren.Wenn nun der Schwache selbst den Ursprung unddie Genealogie dieser seiner Feinde nicht inne wird(und er wird es in der trüben Stunde selten wer-den) so kann er uns über sich selbst wenig lehren.Ja da gewöhnlicher Weise in diesen TagebüchernEin. Tag oder Eine Stunde vom Ganzen abgerissen,