Band 
Adrastea III.
Seite
97
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so sehr, als wer lE selbst täuschen! denn

Fremde haben kicjenö Äugen lins ^anzusehen und zuprüfen; wir aber, wenn wir gegen und in uns selbstden Blick kebren, sollen auf einmal der Sekende, dasAuge und das Gesehene,«werden. Wie also vhr Ge-richt das Zeugniß, deffech chec für oder gegen sich selbstzeugt, mancherley Einschränkungen und eine genaueBehutsamkeit fordert, so verdienen gewiß auch derglei-chen ans Licht gestellte Confessionen bald einen billigenVertheidiger, der für sie, bald einen sLckvoonturwDiskos,, der gegen sie auftrete und zeuge. Soschlechthin gilt ihr Urtheil nicht. Erzählen kann manvon sich: aber nicht über sich urtheilen, noch wenigerentscheiden.

Lassen Sie also, ni. K., uns steißig Nut unsselbst zu Rathe gehen, fleißig mit uns selbst, mit unsermSchutzgeist oder unsrer Seele, dialogiren, ohne bei diesenDialogen an Welt oder Nachwelt zu denken. EinSeitenblick auf dieselbe macht sie vielleicht^schon falsch,Und dem Auge der höchsten und innigsten WahrheitUnerträglich. Ze treuer wir dabei es mit uns selbstmeyNen s je Niebr wir wirklich über uns aus Ur-sachen aufgeklart werden wollen und zu tüchti-gen Zwecken hinarbeiten; desto weniger werdenwir uns in Reden ergießen, desto stiller werden wirallein,für uns lernen.

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