- dik u ln chnitat. l 5 t
Weimar, Giistav^u'Adolphs-, " Georgsvon Baden der deutstl-en Muse nicht fremde ge-blieben. Leider aber ist diese keine Tochter Mur-rn vsynens, oder ste ift von ihr zwischen Schlafund Wachen erzeuget". «Mach dem WestfälischenFrieden - vergaß man aller Gefahr, und -hat überhundert Jahre, dann und wann unsanft-'aufgerüt-telt, sanft geschlafen. Alle weckende Stimmen,leise und lauter, sind vergebens gewesen; unsreDichter waren oder hießen Vecsmacher, Reimschmie-de; seit einem halben Jahrhundert las man! Vol-taire, und liess die Deutsche Geschichte erröthenund schweigen. Sie schweigt noch, und darf aneine Geschichte deS Deutschen Ge-schmacks, der Deutschen Cultur, derDeutschen Festivitäten und Lustbar-keiten nicht ohne Beschämung denken.
Auf dem Theater wird.ein Publikum oder einTheil desselben einem andern Publikum zur Schauvorgestellt; offenbar war dies die Idee der Grie-chen, im Trauerspiel mit dem Chor, im Lustspielmit dem einzeln - oder in Masse pcrsonisicirlcn Vol-ke. Tbcater und Zuschauer hingen also wie Bildund Abbild,, )vie S,eele und Körper zusammen;sie wirkten anund gegen einander; Eins wurdedurch das andre ^gehoben und belebet. In Italienund Frankreich, (England kenne ich nicht) ist diesauf den besten. Vechnen auch also: daher der-The-nlergeschmack '-zss^ diesscn Lander» solang' umherirrte,bis er einen/P^i-z,k t d e r B er e i n i gu n g mjcseinem P u b l i'k'u m . fand , ^ und sich entwederdurch musikalisches oder durch dramatisches Spiel in