Band 
Adrastea III.
Seite
165
JPEG-Download
 

der Humanität.

i65

alle Welttheile zum gemeinschaftlichen Boden. Wasfür den Krieg und Handel, für die Seefahrt undden Luxus erfunden und ausgeübt ward, verbreitetefeine guten und schädlichen Wirkungen auf alle Welt-theile unsrer bewohnten Menschcnerde; alle VölkerEuropa's greifen hicbei in einander und halten un-fern Erdball für das Publikum, woraufsie zu wirken haben.

Von frühen Zeiten her sind Schulen undUniversitäten ein Mittel gewesen, für Kennt-nisse und Wissenschaften ein Publikum zu verbreiten;ja sie sind es noch. Selbst die Scharffinnigen inmehreren geistlichen Orden flüchteten sich hinter ihreSchutzmauern, und breiteten von da aus ihre Mey-nungen weil umher. Was man nicht lehren durfte,darüber dispukirte man nach akademischen Gesetzen,und übte die. Denkkraft der Menschen. Wiclefund Luther schützte die Universität; und auchHuß hätte sie geschützt, wenn er sich nicht auf dastreulose Wort eines Kaisers verlassen hätte. Mehrnoch aber als Schutz gab die Universität den Mey-nungen ihrer Lehrer; auch Gewicht, Stärke, Aus-breitung. Tausende junger Leute aus: verschiedene«Ländern, in Jahren, da die Seele alles mit Liebeerfaßt, da Jünglinge den Lehrer nicht ohne Begeiste-rung ansehen , hörten ihre Stimme, und trugen ihrWort, jeder in sein Vaterland, zu seinem Geschäfte.Jahre nach Jahren wechseln diese Zöglinge der Uni-versitäten ; als Schaaren von Zugvogeln komme»sie, rauben das Wort des Lehrers und fliegen damitin ihre Lande. Ein großes Achtnngswürdi-zes Publikum! das bildsamste, wirkungsreichste>